Gilching Neue Schule für vier Klassen

Kleine Experten: Gilchinger Kinder schauen sich das Modell für eine neue Montessori-Schule an.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Modelle und Entwürfe sind im Gilchinger Rathaus ausgestellt

Von Christian Deussing, Gilching

Eine "familiäre Atmosphäre mit engem Bezug zu den Freiflächen mit Rückzugsorten" zu schaffen: Mit dieser Idee haben Professor Felix Schürmann und Ellen Dettinger aus München die Preisrichter beim Architektenwettbewerb für den Bau der neuen Montessorischule in Gilching überzeugt. Dieses Modell und elf weitere Entwürfe von dem geplanten Neubau auf dem Areal zwischen Kletterhalle und James-Krüss-Grundschule sind bis zum 10. April während der Öffnungszeiten im Rathaus zu besichtigen. Die Ausstellung wurde am Donnerstag eröffnet.

Damit sei ein "wichtiger Schritt in Richtung Neubau getan", freut sich Johannes Bauer, der die Montessori-Schule an der Münchener Straße mit bisher zwei Grundschulklassen leitet. Doch die Raumnot, enorme Nachfrage von Eltern aus der Region und die notwendige Generalsanierung haben die Schulleitung und die Montessori-Fördergemeinschaft gezwungen zu handeln. Die Gemeinde stellt dem Verein das Grundstück des Abenteuerspielplatzes in Erbpacht zur Verfügung; der Spielplatz muss deshalb verlegt werden. Das neue Schulhaus ist für zunächst vier Klassen konzipiert. Nach dem Entwurf der Preisgewinner ist auch eine zentrale Halle als "Dorfplatz" geplant. Das neue Grundstück bietet Platz für eine mögliche Erweiterung. Der Neubau wird voraussichtlich 3,5 Millionen Euro kosten, wobei Zuschüsse seitens der Regierung von Oberbayern zu erwarten sind. Die Montessori-Fördergemeinschaft hofft, dass im nächsten Frühjahr mit dem Bau begonnen werden und im Herbst 2017 der Unterricht in der neuen Schule beginnen kann.

Zugänge von den Klassenzimmern zur Natur sowie Terrassen, Treppen und Freiräume gefallen Svenia Rosette am Siegerbeitrag besonders gut. Die Gautingerin gehört zur Preisjury und zum Vorstand der Fördergemeinschaft und ist selbst Architektin. Beraten wurden die Preisrichter unter anderem vom Gilchinger Bauamtsleiter Max Huber, der an dem Entwurf von Schürmann und Dettinger besonders das klare Konzept lobt.

Das bisherige, etwa 100 Jahre alte Gebäude an der Münchener Straße soll auf Wunsch vieler Gilchinger nun doch erhalten werden. Die Gemeinde will das ehemalige Argelsrieder Schulhaus nach dem Umzug eventuell für die Kinderbetreuung nutzen.