Kein halbes Jahr nach dem tödlichen Angriff auf Dominik Brunner wird die Münchner S-Bahn wieder Schauplatz eines Prügelüberfalls: Jugendliche haben einen Manager brutal zusammengeschlagen.
Wenige Monate nach dem tödlichen Überfall auf den Geschäftsmann Dominik Brunner am Sollner Bahnhof ist die S-Bahn erneut zum Schauplatz eines Gewaltexzesses geworden. Am späten Samstagabend schlugen vier Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren mit einem Holzknüppel einen 29-jährigen EDV-Manager nieder.
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Erneut hat es einen brutalen Zwischenfall in der Münchner S-Bahn gegeben. Im Bild: Der S-Bahnhof Solln, wo am 12. September 2009 der 50-jährige Dominik Brunner von Jugendlichen zu Tode geprügelt wurde, nachdem dieser sich schützend vor Kinder gestellt hatte. (© Foto: AP)
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Laut Polizeibericht erlitt das Opfer eine Platzwunde über dem linken Auge und mehrere Blutergüsse am Kopf. Die Täter konnten noch in Tatortnähe gefasst werden.
Der EDV-Spezialist war gegen 22.50 Uhr am Hauptbahnhof in die S1 Richtung Flughafen eingestiegen. Er war privat unterwegs und nach Angaben der Polizei "alkoholisiert", den Promillewert wollen die Ermittler vorerst nicht bekanntgeben. Auch die vier Jugendlichen - drei Schüler im Alter von 14, 15 und 16 Jahren sowie ein 16-jähriger Maler -, die im selben S-Bahn-Abteil fuhren, waren offenbar betrunken. Alle vier wohnen im Münchner Nordwesten und sind wegen Körperverletzung, Diebstahl und Sachbeschädigung der Polizei bekannt.
In der S-Bahn kam es zum Streit, bei dem laut Polizei "die Aggression eindeutig von den Jugendlichen ausging". Die Täter sollen im Abteil herumgepöbelt haben, wobei der 14-jährige Schüler "mit einem langen Holzknüppel hantierte". Zuerst nahm das spätere Opfer die Jugendlichen nicht als Gefahr wahr, da er auf seinem iPod Musik hörte. Als die Gruppe den Manager direkt "mit Reden und Gesten provozierte", versuchte er, dem 14-Jährigen den Holzknüppel abzunehmen.
Es kam zum Gerangel. Einer der Jugendlichen schlug dem 29-Jährigen mit einem harten Gegenstand, offenbar mit dem Holzstück, von hinten auf den Kopf. Der EDV-Manager ging stark blutend und kurzzeitig benommen zu Boden. Die Jugendlichen traten auf ihn ein und schlugen weiter mit dem Holzknüppel zu. Rund zwei Minuten später, als andere Fahrgäste damit drohten, die Polizei zu rufen, flüchtete die Gruppe an der Hackerbrücke aus der S-Bahn. Kurz darauf wurden die Täter festgenommen; auch den Holzknüppel konnte die Polizei in der S-Bahn sicherstellen.
Die vier Jugendlichen wurden am Wochenende vernommen, sind aber wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft, die wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, hat keinen Haftbefehl beantragt - das ist bei minderjährigen Tätern üblich. Auch auf eine Blutabnahme bei den Jugendlichen hat die Staatsanwaltschaft verzichtet. Die Ermittler befragen zurzeit vier Zeugen, die die Tat im S-Bahn-Waggon beobachtet haben.
Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) zeigte sich ,,entsetzt und besorgt'' über den neuen Vorfall. "Wenn junge Menschen in ihrer zunehmenden Gewaltbereitschaft keine Grenzen mehr kennen, müssen Staat und Gesellschaft ihnen diese Grenzen deutlich aufzeigen", sagte Merk. "Dann muss ihnen klar vor Augen geführt werden, nach welchen Regeln unsere Gesellschaft funktioniert und dass solche massiven Grenzübertretungen harte Konsequenzen nach sich ziehen."
Hubert Aiwanger, Fraktionschef der Freien Wähler im Landtag, sagte, es dürfe nicht zum Alltag in bayerischen Großstädten werden, dass Menschen grundlos zusammengeschlagen werden. "Mehrfachstraftäter müssen früher herausgefiltert und einer systematischen Gewaltprävention unterzogen werden."
Auch in anderen S-Bahn-Zügen ereigneten sich am Wochenende Gewalttaten. In der S8 rastete am Sonntagmorgen ein Mann bei einer Fahrscheinkontrolle aus und ging auf den Kontrolleur los. Am Bahnsteig der Haltestelle Stachus trat er dem Fahrkartenprüfer in den Rücken und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Sonntagnacht mussten dann drei Streifen der Bundespolizei ausrücken, um am Haltepunkt Harras eine Schlägerei zwischen Betrunkenen zu beenden. Gegen 2.45 Uhr war der Streit in einer S7 außer Kontrolle geraten.
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(SZ vom 26.1.2010/sonn)
Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld
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Haben nicht viele unsere Höchstoberen das Vorbild gemacht, wie man sich in der Gesellschaft egoistisch mit angewinkelten Ellbogen auf Kosten der Gemeinschaft seinen globalen Platz in der Gesellschaft erobert und wenn man in großem Rahmen betrogen hat sich mit Hilfe juristischer Unterstützung aus der Klemme windet.
Der Beispiele sind viele. Die brachiale Gewalt ist, da es sich um intelligente Menschen handelt, nicht üblich, aber dafür wirkt sich die verschlagene heimliche Gewalt auf viele tausende Menschen mindestens genauso aus.
Das Unrechtbewusstsein fehlt hier wie dort und wird mit einer selbst geglaubten, immer neu heruntergeleierten Polemik und Wortverdrehung als Normalzustand schön geredet.
Man gönnt sich ja sonst nichts...aber das gründlich.
Bin mittlerweile für p.räven.tive Schu.tzhaft fürs männliche Heran.wachsendenp.rekariat!
Die w.eiblichen Jugendlichen könnten dann zur Verschönerung unserer Innenstädte he.rangez.üchtet werden!
Die geliebten Kinder von uns Gutbetuchten hätten so endlich mal wieder angemessenen Auslauf und müssten sich auf dem Schulweg nicht mehr ständig hinter ihren Leib.wächtern verstecken!
Ich bin bestürzt, dass diese Schläger sofort wieder freigekommen sind.
Man muss diesen Leute die Konsequenzen ihrer Taten unmittelbar spüren lassen. Das macht man bei Hunden so, und würde auch bei Schlägern gut funktionieren.
Für alle diejenigen, die jetzt schockiert sind: Schappi würde ich den Schlägern verweigern.
Die U-Haft ist auch dazu gedacht, dass Wiederholungsgefahr effektiv ausgeräumt wird. Dass die U-Haft ein Vorgriff auf die zu erwartende Strafe ist und damit im Vorgriff auf ein Urteil bestrafend wirkt steht auf einem anderen Blatt.
Gerade bei Intensivtätern mit Straftaten gegen die Gesundheit der Mitbürger mir unverständlich, wieso diese nicht öfter verhängt wirkt. Überlastung der Gerichte und damit unzulässig lange U-Haft darf kein administratives Hindernis sein.
Peinlicher Fehler meinerseits. Ist auch schon eine Weile her, seit meinem Studium.
Nichts desto trotz lässt sich aus dem vorhandenen Artikel, bzw. den darin enthaltenen Informationen nicht sagen, warum auf U-Haft in diesem Fall verzichtet wurde.
Und U-Haft als eine Art Bestrafung, ich sage es gerne nochmal, wie von einigen gefordert, ist trotzdem nicht möglich.
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