Im Olympiabad treffen sich Münchens sportlichste Schwimmer. Auch Triathlet Faris Al-Sultan trainiert hier.
Fast alle sportlichen Schwimmer Münchens trainieren hier: Die Schwimmvereine, die Studenten von der ZHS und sogar echte Profis wie Faris Al-Sultan. Beim Ironman in Hawaii, den der Münchner im Jahr 2005 gewann, musste er 3,86 Kilometer schwimmen, dann 180 Kilometer auf dem Fahrrad und schließlich 42,195 Kilometern im Laufen bewältigen. Wenn Al-Sultan nicht auf Reisen ist, geht er zum Training ins Olympiabad. Vier bis fünf Mal die Woche.
Trainiert im Olympiabad für die Triathlon-Wettkämpfe: Faris Al-Sultan beim Ironman 2005. (© Foto: AP)
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Zunächst hat das einen ganz einfachen Grund. "Es ist eines der wenigen 50-Meter-Becken der Stadt und mein Schwimmverein trainiert nun mal hier", sagt der 30-Jährige. Wenn Al-Sultan aber ein wenig länger darüber nachdenkt, fallen ihm zahlreiche weitere Gründe ein, warum er das Olympiabad so oft aufsucht. Es sei großzügig angelegt und nicht weit weg von dem Ort, an dem er aufgewachsen ist. Al-Sultan sagt: "Die Architektur des Hallendachs und die Konstruktion der Fensterwände sind beeindruckend."
Den olympischen Geist spürt Al-Sultan hier immer noch. "Auch wenn Touristen diesen sicherlich stärker wahrnehmen als jemand wie ich, der fast jeden Tag da ist." Bei den Olympischen Spielen 1972 fanden in der Halle sämtliche Schwimm- und Sprungwettbewerbe und die Endspiele im Wasserball statt. Dem Amerikaner Mark Spitz lag das "schnelle" Münchner Wasser, so dass er gleich sieben Goldmedaillen abräumte.
Auch heute werden im Olympiabad noch Wettkämpfe ausgetragen: von den Deutschen Meisterschaften über das beliebte 24-Stunden-Schwimmen für die Münchner bis zur Spaßveranstaltung "TV-Total-Turmspringen" mit Stefan Raab.
Im großen Becken des Olmypiabades gibt es drei abgetrennte Bahnen für Sportschwimmer. Da sie breiter sind als in anderen Bädern, können die Krauler die Brustschwimmer bequem überholen. Nur ganz selten kassiert man hier einen Tritt in den Oberschenkel.
In den Schwimmpausen am Beckenrand lohnt es, einen Blick auf die kühnen Jugendlichen am Sprungturm zu werfen. Einige führen sogar vom Zehn-Meter-Brett noch waghalsige Hechtsprünge vor. Nach dem Training kann man die müden Knochen dann noch ein wenig im Whirpool entspannen.
Manche Münchner setzen sich aber auch nur oben auf die Tribüne neben das Kassenhäuschen und schauen den anderen beim Schwimmen zu. Sportliche Höchstleistungen bekommt man hier immer zu Gesicht - insbesondere wenn Faris Al-Sultan im Becken ist.
Adresse: Coubertinplatz 1, München-Schwabing Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr, Sa, So von 7 bis 23 Uhr, Di und Do von 7 bis 17.15 Uhr und 20:30 bis 23 Uhr. Anfahrt: U3 - Haltestelle Olympiazentrum, Fußweg von ca. 5 Minuten Kostenfaktor: 3,80 Euro (für 3 Stunden) Angebot: 50-Meter-Sportbecken, Nichtschwimmerbecken, Trainingsbecken, Sprungbecken mit Sprungturm (1 bis 10 Meter), Whirlpool, Sauna, Solarium, Massageangebote, Fitnessraum.
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(sueddeutsche.de/af)
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Seid nicht so streng! Besonders interessant finde ich, das dort Münchner hingehen die garnicht schwimmen wollen und nur zusehen. Die Schwimmkünste eines Ironman-Teilnehmers dürften wohl nicht so berühmt sein im Vergleich zum Nur-Schwimm Athleten.
Wie sagt man doch so treffend: Ironman ist ein Entensport. Enten können alles, laufen, schwimmen, fliegen - aber nichts davon richtig.
Die Idee dahinter ist: Wer mittelmässig schiesst, schaut nach ober er leidlich Langlaufen kann, das ist dann Biathlon. So gehts auch mit modernem Fünfkampf (oder wie er jetzt heisst).
Toll was die Münchner alles haben. Wenn die dann noch das Becken mit Weissbier füllen und Enzianschnaps aus der Dusche käme, würde ich auch mal dort hinhegen.
Auch wenn man hier wohl mal wieder oberkorrekt fomulieren will, Faris schreibt sich selbst als "Faris Al-Sultan", das kleine a ist hier Humbug.
Wäre das der einzige Mangel in dem Artikel wäre es zu verkraften, so dreht es einem jedoch schon in den ersten Sätzen den Magen um:
"[...] manchmal fast jeden Tag hier." -- Knaller
"Alle sportlichen Schwimmer Münchens trainieren hier: Die Schwimmvereine, die Studenten von der ZHS und auch Faris al-Sultan." -- Was ist denn das für eine Aussage?
Da sind sicherlich ein paar gute dabei, es gibt in München jedoch sicherlich 50 Schwimmer, die besser sind als diejenigen, die im Oly trainieren, von den Hunderten sog. "sportlichen Schwimmern" mal abgesehen. Nur weil es Olympiabad heißt, heißt das nicht automatisch, dass damit auch alle Schwimmer Olympianiveau haben.
"Beim Iron Man [...]" -- Es heiß Ironman, das war schon immer so!