Ein Besuch auf der 200. Wiesn wird ein teurer Spaß: Die Maß Bier kostet in diesem Herbst bis zu 8,90 Euro - und damit über zwei Prozent mehr als im Vorjahr.
Das hatten sich die Münchner wohl anders vorgestellt: Obwohl das Oktoberfest heuer seinen 200. Geburtstag feiert, wird auch diesmal bei den Getränken ordentlich zugelangt. Zwischen 8,30 und 8,90 Euro kostet diesmal die Maß Bier - was einer durchschnittlichen Erhöhung von 2,46 Prozent mehr als im Vorjahr entspricht. Allerdings sind die Bierpreise im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2008 stärker als heuer angehoben worden: Damals betrug der Durchschnittspreis für die Maß 8,44 Euro, das waren immerhin 3,81 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
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Das Bier auf dem Münchner Oktoberfest wird wieder teurer. In diesem Jahr müssen die Wiesn-Besucher zwischen 8,30 und 8,90 Euro für eine Mass zahlen. (© ddp)
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Der Verein gegen betrügerisches Einschenken (VGBE) kritisierte die erneute Preiserhöhung scharf und kündigte ein Bürgerbegehren an. Die Wiesnwirte verteidigten die Teuerung hingegen entschieden.
Am meisten müssen Wiesnbesucher heuer in der Fischer Vroni für ihr Bier hinlegen: 8,90 Euro. Von den großen Zelten wird in der Augustiner-Festhalle am wenigsten verlangt: 8,70 Euro. Bei den kleineren Ausschänken geht es günstiger: So bleiben beispielsweise in Hochreiters Haxnbraterei und seiner "Zur Bratwurst" die Preise wie im Vorjahr bei 8,40 und 9,60 Euro. In den meisten Zelten gibt es übrigens keine preislichen Unterschiede zwischen Bier und alkoholfreiem Bier - wohingegen die Literpreise für Limonade, Spezi oder auch Tafelwasser in den meisten Zelten unter dem Preis fürs Bier liegen, nämlich bei durchschnittlich zwischen 7,30 und 7,90 Euro. Unklar ist derzeit noch, was bei der historischen Wiesn, für die die Besucher auch Eintritt zahlen müssen, für Bier und Limonade verlangt wird.
VGBE-Präsident Jan-Ulrich Bittlinger bezeichnete die erneute Preissteigerung als "unanständig". In seinem Bürgerbegehren will der Verein daher unter anderem eine Festlegung der Preisobergrenze durch den Stadtrat sowie zwei zusätzliche Festzelte im Südteil der Theresienwiese fordern. Wiesnwirte-Sprecher Toni Roiderer nannte die Erhöhung allerdings "moderat": "Nur weil die Wiesn in diesem Jahr einen Tag länger dauert, ist die Preiserhöhung so gering ausgefallen." Sie beruhe darauf, weil Wirte und Brauereien jedes Jahr den Aufbau ihrer Zelte neu vergeben müssen - und es jeweils in den einzelnen Gewerken Lohnsteigerungen gegeben habe. Zudem seien die Preise für die gesamte Logistik und fürs Personal gestiegen - letzteres schlage mit drei Prozent zu Buche. Deshalb hätte das Bier heuer noch teurer werden können - und zwar um zehn Cent mehr pro Liter als nun verlangt werde. Damit hätte die Maß in einigen Zelten erstmals die Neun-Euro-Grenze überschritten. Grundsätzlich bestimmen Wirte und Beschicker ihre Preise selbst. Die Stadt als Veranstalterin prüft lediglich deren Angemessenheit.
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(SZ vom 27.05.2010/amm/jobr)
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Selbst Schuld, wer hingeht. I. ü. bin ich der Meinung, dass diese Wiesn fest in den Händen von Unternehmen ist, die ihre Kunden und Mitarbeiter bewirten. D.h., die Kosten gehen in die Buchhaltung des Unternehmens ein und nicht von einem Einkommes des/der Einzelnen ab.
...würde dem Gast für exakt EUR 8,90 eine Maß Bier aushändigen. Erwartet werden incl. Trinkgeld EUR 10, das war schon im letzten Jahr gängige Praxis. Somit ist es egal, ob die Maß heuer nun EUR 8,30, EUR 8,90 oder gar EUR 9,90 kostet. Das Trinkgeld fällt entsprechend geringer aus. Es sei denn man ist bereit, mehr als EUR 10 hinzulegen.