MVG Mehr Ausbau beim Nahverkehr gefordert

Verspätungen, überfüllte Busse und Bahnen: Der öffentliche Nahverkehr steht regelmäßig in der Kritik. Und auch das Bestreben der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), das Angebot nach und nach auszubauen, reicht Kritikern nicht. Jetzt haben sich der Arbeitskreis attraktiver Nahverkehr im Münchner Forum (AAN) und der Bund Naturschutz (BN) mit einer gemeinsamen Erklärung zum Leistungsprogramm der MVG zu Wort gemeldet. Das Fazit: Das Programm der MVG für 2019, das unter anderem dichtere Takte in der U-Bahn, größere Straßenbahnen und Busse sowie neue Linien vorsieht, sei begrüßenswert. Die Frage sei aber, wie lange das reicht. Die von der Stadt angekündigte ÖPNV-Offensive weise "schwere Mängel und konzeptionelle Schwächen" auf. Die Finanzierung sei völlig ungeklärt, die Realisierung dauere Jahrzehnte. Dabei, so heißt es in der Stellungnahme, solle die "Dominanz" des Autoverkehrs erhalten bleiben, "überwiegend sollen nur extrem teure U-Bahntunnel, die dem Autoverkehr keine Fahrspuren streitig machen, realisiert werden." AAN und BN haben deshalb eine Liste von aus ihrer Sicht erforderlichen Maßnahmen erarbeitet, die unter anderem Busspuren für die Expresslinien vorsehen, Verlängerungen von bestehenden Tramlinien und eine Modernisierung der U-Bahn- sowie der Trambahn-Flotte.