Ottobrunn Zweifachturnhalle wird abgerissen

In den Osterferien zieht das Gymnasium um

Von Martin Mühlfenzl, Ottobrunn

Die Vorfreude bei Ottobrunns Gymnasiasten ist groß. Schließlich müssen sie am Montag nach den Osterferien nicht mehr den längeren Weg in ihr Container-Provisorium nach Höhenkirchen-Siegertsbrunn antreten, sondern beziehen dann erstmals ihr neue, eigene Schule in Ottobrunn. Dass das neue Gymnasium dann wirklich ein unbenutztes Bild abgeben wird, liegt daran, dass bis dahin auch das letzte Relikt des alten Gymnasiums verschwunden sein wird: die nicht mehr sanierungsfähige Zweifachturnhalle.

Während der Bauarbeiten für das neue Gymnasium ist innerhalb des zuständigen Zweckverbandes Staatlicher weiterführende Schulen im Südosten lange darüber gestritten worden, was mir der Zweifachturnhalle geschehen soll. Denn Schulneubauten und insbesondere Turnhallen kosten viel Geld - und im Zweckverband zeichnen sieben Kommunen und der Kreis für fünf weiterführende Schulen verantwortlich. Allen voran Neubiberg und Höhenkirchen-Siegertsbrunn, die ja selbst jeweils ein Gymnasium besitzen, wehrten sich lange gegen den Bau einer neuen Dreifachturnhalle für das Ottobrunner Gymnasium, da sie eine neue Sporthalle freilich mitfinanzieren müssen - und setzten sich stattdessen für die Sanierung der alten Zweifachturnhalle in Ottobrunn ein. Letztlich aber gaben die beiden Kommunen ihren Widerstand doch auf und machten den Weg einerseits für den Neubau einer sechs Millionen Euro teuren Dreifachturnhalle und andererseits den Abbruch der alten Halle frei.

Dieser erfolgt nun in den anstehenden Osterferien und wird innerhalb dieser zwei Wochen auch abgeschlossen, lässt die Verwaltung im Landratsamt verlauten. Die Kosten für den Abriss belaufen sich auf 730 000 Euro und werden vom Landkreis getragen, der nach der Reform der Schulzweckverbände für derartige Maßnahmen alleine verantwortlich ist. Sehr zu Freude der Kommunen.