Puchheim Kräuterkunde und Weideschweine

Schwarze Schafe als Hingucker: Georg Huber (ganz rechts) führt seine Gäste durch die Ställe.

(Foto: Günther Reger)

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür auf dem Kreuthof

Von Manfred Amann, Puchheim

Das große Interesse am Tag der offenen Tür auf dem Kreuthof in Puchheim-Ort am Sonntag belegt, dass sich Verbraucher sehr wohl dafür interessieren, wo ihre Nahrungsmittel herkommen und auf welche Weise sie erzeugt werden. Die vielen Stände, ob vom Brucker Bauermarkt, von Slowfood, von Unser Land, vom Hatzlhof, vom Ernährungsrat, vom Waldbauernverband oder von Ziel 21 waren ebenso umlagert wie die Michtankstelle vom benachbarten Spiegelhof oder das Imkerhotel aus Germering. Schlange stehen war an der Bratentheke und am Ausschank der Jungbauernschaft angesagt. Auch beim Bauernhofeis und beim Landfrauen-Café hieß es anstehen und in der Bierhalle herrschte bei Musik von den Luitpoldmusikanten aus Germerswang immer gute Stimmung. Familien mit Kindern suchten nach den Schafen, die Josef Unglert zeigte, durften eine Plastikkuh melken, Kälbchen streicheln, Weideschweine mit frischem Gras anlocken oder den Pferden beim Herumtollen auf der Wiese zuschauen. Auch eine Vielzahl von Landwirten schaute beim Hofbesitzer und Berufskollegen Georg Huber vorbei, der 30 Pferde in Pension hat, auf 110 Hektar hauptsächlich Ackerbau betreibt und nebenbei Christbäume kultiviert. Als Landwirt und Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes sei er begeistert vom Andrang und "vor allem von dem Wissensdurst, den die Besucher mitbringen", freute sich Huber. Stolz ist er drauf, dass alle zwei Jahre beim Tag des offenen Hofes so viele Organisationen aus Land- und Forstwirtschaft sowie Ernährung mitziehen. Das gestiegene Interesse der Besucher ermögliche, "dass sich Verbraucher und Erzeuger näher kommen und mehr Verständnis füreinander aufbringen". Auf großes Interesse stieß auch die "Kräuteria" von Christine Huber, in der die Agrarbetriebswirtin und Ernährungsberaterin über Wirkung und Anwendung von Kräutern informierte. Fasten, Meditation Achtsamkeit in der Ernährung und im Umgang mit Lebensmitteln standen ebenfalls auf dem Programm. Ebenso das Brauchtum des "Räuchern", das es Christine Huber zufolge zu erhalten gilt.