Puchheim Appell an Karmasin wegen Arbeitserlaubnis

Der Asylhelferkreis Puchheim lässt in Sachen Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge nicht locker. Die Initiative hat sich nun auch an Landrat Thomas Karmasin (CSU) mit der Bitte gewandt, die Richtlinien für Arbeitsgenehmigungen großzügig auszulegen. Seit Januar bekommen Asylbewerber mit geringer Bleibeperspektive in Bayern im Regelfall keine Erlaubnis mehr, zu arbeiten. Von dieser Anweisung der Staatsregierung sind in Puchheim etwa 40 Flüchtlinge betroffen, darunter Menschen aus Afghanistan, Äthiopien, dem Kongo, Mali, Nigeria, Pakistan und Sierra Leone. In dem Schreiben heißt es, dieses Arbeitsverbot sei "aus moralischen, sozialen und finanziellen Gründen vollkommen unverständlich". Nach intensiver Überzeugungsarbeit der Freiwilligen haben sich etliche Betriebe bereit erklärt, Asylbewerber für meist einfache Tätigkeit einzustellen. Etliche Unternehmen seien nun verärgert, weil ihre Mitarbeiter plötzlich nicht mehr zur Verfügung stünden. Die Flüchtlinge wiederum wollen arbeiten, um ihren Unterhalt zu verdienen, statt jeden Monat zur Kreisbehörde zu gehen, um ihre Unterstützung in Empfang zu nehmen, heißt es in dem Schreiben der Asylhelfer aus Puchheim.