Fürstenfeldbruck Sport und Soziales

Für Schwangere und ihre Partner ist die Geburt ihres Kindes auch über den medizinischen Aspekt hinaus ein prägendes und einmaliges Erlebnis.

(Foto: Johannes Simon)

Seit zehn Jahren betreut Rina Rockenberg in ihrer Praxis werdende Mütter

Wenn ein Kind im Bauch wächst, dann ist das gegenseitige Mitfiebern und der Austausch mit anderen Schwangeren das Schönste. Das findet zumindest die Hebamme und Sportwissenschaftlerin Rina Rockenberg. Doch als sie gerade an ihrer Diplomarbeit schrieb, fiel ihr auf, dass es neben der gynäkologischen Betreuung keinen festen Anlaufort für Schwangere im Landkreis gab. Also gründete sie die Hebammenpraxis "Integra", die im Mai zehnjähriges Bestehen feierte.

Rockenberg begleitet die Frauen während und nach der Schwangerschaft. Wenn es der Zufall will, ist sie sogar als Belegamme an der Kreisklinik bei der Geburt dabei. Unterstützt wird sie von einem Team aus Hebammen und Sportwissenschaftlerinnen. Weil die 39-Jährige selbst schon immer "leidenschaftliche Sportlerin" war, ist die Betreuung bewegungsorientiert. Es gibt Gymnastik- und Rückbildungs- sowie Schwimmkurse. "Ich habe kein Konzept, das ich ablese", so Rockenberg. Wichtig ist ihr, "den Optimismus in den Menschen zu wecken". Sie sagt: "Ich versuche, die Mütter zu motivieren" - trotz des Schlafmangels. Zentraler Aspekt der Praxis ist die Funktion als sozialer Treffpunkt für Schwangere und junge Mütter. Bei "Integra" gibt es deshalb eine Getränkeecke, eine Sitzgruppe und sogar einen "Mami-Raum". "Ich wollte einen Raum schaffen, wo sie sich sorgenfrei treffen und austauschen können", meint Rockenberg. So seien schon einige Freundschaften zwischen den Müttern entstanden. Besucht eine Mutter die geburtsvorbereitenden Kurse und die zur Rückbildung, verbringt sie bis zu zwei Jahre regelmäßig in der Praxis. "Das ist wie ein kleines Zuhause für sie", so Rockenberg. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat sie deshalb schon unzählige Frauen auf dem wichtigen Lebensabschnitt begleitet. "Ich kenne so viele Mütter im Landkreis", sagt sie.