Fürstenfeldbruck Renaissance des Faschings

"Bruck narrisch" und Schäffler auf dem Geschwister-Scholl-Platz

Von Stefan Salger, Fürstenfeldbruck

2013 war die Kreisstadt das letzte Mal Kulisse eines Faschingszug, der dann wegen mangelnden Interesses zu Grabe getragen wurde. Den Gaudiwurm wollen die Faschingsfreunde zwar nicht wiederbeleben, dafür aber ein buntes Treiben ("Bruck narrisch") auf dem Geschwister-Scholl-Platz. Schon länger habe die Idee eines Faschingstreibens im Kopf des Klub-Präsidenten Jürgen Völkl herumgespukt, heißt es. Ihm sei das ewige Gerede vom sterbenden Fasching "gegen den Strich" gegangen. Los geht's am 14. Februar mit der Aktion "Fasching hat Herz - Prinzenpaare on Ice". Etwa von 19.30 Uhr an feiern Prinzenpaare der Umgebung den Fasching auf der Eisfläche in der Buchenau. Weiter geht es am 18. Februar mit Auftritten mehrerer Showgarden aus der Region. Vorbild für "Bruck narrisch" sind die karnevalistischen Straßenfeiern von Münchner Vereinen.

Ebenfalls auf dem Platz im Brucker Westen macht die Heimatgilde "Die Brucker" ordentlich Rambazamba: Am Rosenmontag, 27. Februar, verwandelt sie diesen von 11 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt in eine Partymeile. Auf der großen Showtruck-Bühne zeigen Tanzgruppen aus dem Münchner Umland ihre aktuellen Shows. Dazwischen sorgen ein DJ und ein Animationsteam mit Tanz, Spielen und Kinderschminken für Stimmung. Auch das Brucker Kinderprinzenpaar, Sebastian I. und Lenja I., hat sich angesagt. Als einer der Höhepunkte der Veranstaltung tanzen die berühmten Münchner Schäffler um 15 Uhr auf dem Platz. Normalerweise treten die Schäffler nur alle sieben Jahre auf. Weil die Gruppierung aber 2017 ihr 500. Jubiläum feiert, tanzen die Schäffler außerhalb dieses Turnus an ausgewählten Orten ihren berühmten Tanz, der die Bürger Münchens ursprünglich nach überstandener Pest wieder aufheitern sollte.