Fürstenfeldbruck Friedensdemo auf Fahrrädern

Route führt am Donnerstag vom Fliegerhorst zu Rüstungsbetrieben

Wer Kriegsgerät entwickelt, herstellt und verkauft, ist mitverantwortlich für den Tod von Menschen. Diese Auffassung wird vom Sozialforum Amper geteilt. Die im Landkreis beheimatete "Initiative für gerechte Sozialordnung, Demokratie, Frieden und Ökologie" ruft zur Teilnahme an einer Friedens-Fahrrad-Demonstration an diesem Donnerstag au. Veranstalter ist die Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), die damit für Abrüstung werben und darauf aufmerksam machen will, dass die Region München ein wichtiges Zentrum der deutschen Rüstungsindustrie ist. Ziel ist ein Stopp der Waffenproduktion - die Arbeitsplätze ließen sich sichern, wenn man die Produktion auf zivile Güter umstelle. Viele Firmen produzierten nicht nur für das Militär, sondern auch für zivile Märkte und könnten sich darauf konzentrieren. Unternehmen, die bisher ausschließlich von Rüstungsaufträgen abhängig sind, könnten mit ihrem technologischen Know-How zivile Produkte entwickeln und herstellen, so die DFG-VK.

Die Friedensfahrradtour beginnt voraussichtlich um 15.30 Uhr am westlichen Tor des Fliegerhorsts. Mit den Fahrrädern geht es über Zenettistraße und Maisacher Straße bis Am Hardtanger. Dort ist von 15.45 bis 16 Uhr eine erste Kundgebung vor dem Gebäude der Firma Schleifring geplant. Anschließend geht es weiter über die Maisacher, Augsburger und Hauptstraße bis zum Platz vor der Sparkasse. Von 16.15 Uhr an soll es dort von 16.30 bis 17 Uhr eine Antikriegsperformance und eine Kundgebung geben. Anschließend geht es weiter über die Schöngeisinger, Rothschwaiger, Cerveteri- bis zur Livry-Garganstraße. Zwischen 17.30 und 18 Uhr ist dort eine Abschlusskundgebung vor der Firma ESG geben, die sich ebenfalls im Rüstungsbereich engagiert. Das Sozialforum Amper ruft die Bürger in Stadt und Landkreis auf, sich den Radlern für Frieden und Abrüstung anschließen oder zu den angekündigten Stationen zu kommen.