Ultrafeinstaub Grenzwerte gefordert

Freisinger CSU-Chef auf Messfahrt mit dem Bürgerverein

Rund um den Münchner Flughafen sind flächendeckende Messungen von Ultrafeinstaubpartikeln (UFP) erforderlich. Um die davon ausgehende Gefahr einordnen zu können, müssen Grenzwerte erarbeitet werden. Forschungsarbeiten dazu laufen bereits, ihre Ergebnisse gilt es abzuwarten. Das sind die Folgerungen, die der CSU-Ortsvorsitzende Jürgen Mieskes nach einer Messfahrt mit dem Bürgerverein und Nachfragen bei Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) zieht.

Zwei Stunden lang hatte sich Mieskes an einem sommerlichen Tag Ende April ein Bild von den Messmethoden des Vereins machen können. Dabei zeigten die Geräte etwa in Lerchenfeld und an der Stoibermühle eine durchschnittliche Belastung von 6000 Partikeln pro Kubikzentimeter Luft. Bei der Weiterfahrt in südlicher Richtung am Flughafen entlang pendelte sich der gemessene Wert bei etwa 15 000 Partikeln ein, wie Mieskes in einer Pressemitteilung schreibt. Vor dem Satelliten-Terminal habe man zwischen 70 000 und 80 000 Partikel gemessen und am höchsten sei die Belastung mit über 100 000 Partikeln an der Ludwigstraße in Hallbergmoos gewesen - hinter einem Zweitakt-Roller.

Laut Herrmann laufe derzeit eine Studie zu UFP-Konzentrationen in der Außenluft, um eine Grundlage zur Ermittlung und Bewertung zu schaffen, zitiert Mieskes. Belastbare Ergebnisse würden frühestens Mitte 2019 vorliegen. Bereits 2016 sei zudem vom Umweltbundesamt ein Projekt zur Erforschung von ultrafeinen Partikeln im Umfeld von Großflughäfen gestartet worden. Die Ergebnisse würden Ende 2018 erwartet. Daneben seien einer Expertenanhörung im Landtag zufolge noch epidemiologische Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von UFP notwendig, um Grenzwerte ableiten zu können. Das alles gelte es nun abzuwarten, so Mieskes. Entgegen vieler Behauptungen seien Herrmann und die Staatsregierung jedoch nicht untätig gewesen.