Live-Ticker-Nachlese: Fliegerbombe in München gesprengt Experte schließt weitere Bomben am Fundort nicht aus

Beunruhigende Botschaft für die Bewohner des Münchner Stadtteils Schwabing: Auf dem Grundstück, auf dem in der vergangenen Nacht eine Fliegerbombe gesprengt wurde, könnten sich nach Einschätzung eines Fachmanns weitere Bomben befinden. Die Stadt berichtet unterdessen von mindestens 17 beschädigten Häusern. Deren Bewohner brauchen für die nächste Zeit eine neue Unterkunft.

Die Ticker-Nachlese. Von Tobias Dorfer, Anna Fischhaber, Lisa Sonnabend und Beate Wild

Die Schwabinger können aufatmen: Eine hochexplosive Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstagabend gesprengt worden. Mehrere angrenzende Häuser gerieten dabei in Brand, aber verletzt wurde niemand. Tausende Münchner durften nicht in ihre Wohnungen. In der Nacht konnten jedoch die ersten Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Polizei und Feuerwehr waren auch am Mittwoch weiter an der Münchner Freiheit im Einsatz. Statiker überprüften jedes Haus auf Risse und Schäden. Am Nachmittag zogen die Einsatzkräfte Bilanz: 17 Häuser sind demnach beschädigt, weitere sind so stark verschmutzt, dass dort derzeit niemand wohnen kann. Ein Fachmann schließt unterdessen nicht aus, dass sich im Boden Schwabings weitere Bomben befinden könnten. Alle wichtigen Informationen vom Tag können Sie im Liveblog nachlesen.

Der große Knall

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15:45 Uhr

Die Münchner Glaser werden in der nächsten Zeit viel Arbeit haben. Doch wie schnell können sie die in Schwabing zerbrochenen Scheiben ersetzen? Das könnte mehrere Wochen dauern, denn die Scheiben müssen erst individuell in Fabriken hergestellt werden, erfuhr SZ-Kollegin Anna Günther. Lagern kann man modernes Fensterglas nicht, Fenster sind in der Regel Maßanfertigungen. Bis zu zwei Wochen dauert laut Franz Geißdörfer, dem Obermeister der Glaserinnung Oberbayern München, allein die Produktion in der Fabrik, denn moderne Fenster sind teilweise doppelt verglast und dazwischen mit Gas gefüllt oder beklebt. Die zerborstenen Fenster dürften in der Zwischenzeit mit einfachen Scheiben zugeklebt werden, damit Wohnräume und Geschäfte wieder nutzbar sind. Isoliert ist die sogenannte Notverglasung aber nicht. Sie hält laut Glasermeister Geißdörfer maximal vier Wochen. Es bleibe zu hoffen, dass bis dahin geklärt sei, wer die Kosten trage und ob jeder Hauseigentümer seinen Glaser beauftragen muss, oder ob das Projekt zentral vergeben wird. Noch sind in der Innung keine Anfragen eingegangen.

15:12 Uhr

Warum musste die Fliegerbombe in Schwabing überhaupt gesprengt werden? War es nicht möglich, sie zu entschärfen? SZ-Kollege Florian Fuchs hat nachgefragt. Demnach ist es möglich, dass die Bombe vom Aufprall deformiert war, und man sie deshalb nicht aufschrauben konnte, um den Zünder herauszunehmen. Wahrscheinlicher ist aber, dass einzelne Teile der Bombe jeweils mit einem Stift gesichert waren, der ein Aufschrauben blockiert. So wollten US-Soldaten im zweiten Weltkrieg eine Entschärfung der Sprengsätze verhindern. Allerdings präparierten die Soldaten die Bomben beim Einladen in den Flieger meist nur im Sommer mit den Stiften. Im Winter ließen sie laut Sprengmeister Günther Sobieralski die Stifte gerne mal weg - ganz einfach, weil es ihnen zu kalt und die Detailarbeit mit Handschuhen sehr mühevoll war. Die Schwabinger hatten also wohl Pech, dass der Blindgänger im Sommer abgeworfen wurde.

15:01 Uhr

Hochzeiten in der Mandlstraße mussten übrigens keine verschoben werden. Münchens wohl beliebtestes Standesamt hat am Dienstag sowieso Ruhetag. Am Mittwochmittag steht eine erleichterte braut vor der Tür. "Ein bisschen Angst, dass meine Hochzeit ausfällt, hatte ich ja schon", erzählt sie. "Aber dann hat es Bumm gemacht und wir haben aufgeatmet."

14:52 Uhr

Heil vom Räumungsdienst übt auf der Pressekonferenz Kritik an den Medien und Schaulustigen. "Am Montagabend wurden noch Fotos mit Sprengmeister neben der Bombe gemacht, dass sei im Rückblick viel zu gefährlich gewesen", sagt er. "Leider wollten Journalisten unbedingt Fotos machen, deshalb sei das so gemacht worden." Viele hatten nicht verstanden, warum es nicht gelungen war die Bombe zu entschärfen. Heil sagt: "Dass eine Entschärfung nicht gelang, daran war die Bombe Schuld." Die Sprengung hatte sich verzögert, weil immer wieder Leute sich nicht an die Sicherheitsvorkehrungen in der Sperrzone gehalten hätten.

14:43 Uhr

Andreas Heil von der Räumungsfirma Tauber hat auf der Pressekonferenz beunruhigende Nachrichten für die Münchner dabei: Es könnten noch weitere Bomben auf dem Grundstück liegen. "Man kann nicht zwingend davon ausgehen, dass alles, was im Boden drin ist, jetzt weg ist", sagt Heil. Möglicherweise seien in tieferen Schichten noch Kampfmittel vorhanden. Das Grundstück wurde sondiert, es seien ferromagnetische Komponenten enthalten. Doch noch ist nicht bekannt, welche Teile genau dort liegen.

14:31 Uhr

Auf der Pressekonferenz in der Erlöserkirche gibt Shahram Valamehr, ein Vertreter der Lokalbaukommission, Informationen zur Lage in der Feilitzschstraße. Aktuell sei kein Haus einsturzgefährdet. Damit widerspricht Valamehr Angaben, die Einsatzkräfte zuvor gemacht haben. "Die Häuser sind insgesamt sehr gut gebaut. Die Schäden sind vor allem an Fenster, Türen oder Fahrradstellplätzen", sagt er. Das Gebäude in der Feilitzschstraße 11 ist ausgebrannt, dort war ein Modegeschäft. Insgesamt 17 Häuser sind beschädigt. Die Anwohner dieser Gebäude dürfen derzeit in Begleitung der Feuerwehr hineingehen, aber dort wird noch keiner übernachten können. Heute Nacht nicht, und auch nicht in den kommenden Nächten nicht. Auch viele freigegebenen Häuser sind noch derart stark verschmutzt, dass man noch nicht wieder darin wohnen kann. Auch die Gasleitungen in vielen weiteren Häusern im Viertel werden noch geprüft.

14:30 Uhr

Auf der Pressekonferenz heißt es erst: "Ein paar Personen haben versucht, nach der Detonation Läden zu plündern." Später relativiert Polizeipräsident Schmidbauer dies. Es hätten sich Leute herrumgetrieben, die dort nichts zu suchen gehabt hätten. Konkretes ist bislang nicht bekannt.

14:26 Uhr

(Foto: Anna Fischhaber)

An der Feilitzschstraße drängeln sich inzwischen die Schaulustigen in der Mittagshitze. Noch immer ist der Straßenabschnitt rund um die Fundstelle gesperrt. Wie lange, das weiß man auch im Informationsbus der Feuerwehr, der hier steht, nicht. "Ich gehe aber davon aus, dass zumindest der vordere Abschnitt heute nicht mehr aufgemacht wird", sagt der Feuerwehrmann. Gleich daneben steht ein Feuerwehrauto mit der Aufschrift Schlüsselabgabe - für die Anwohner.

14:22 Uhr

Nun spricht ein Sprecher des KVR auf der Pressekonferenz. Was er sagt, dürfte vor allem die Anwohner interessieren. Es geht darum, wer für die Kosten aufkommt. Er sagt: "Amtshaftungsansprüche gegen die Stadt scheiden aus, weil es keine andere Möglichkeit gab, als zu sprengen." Dass Schäden entstehen würden, sei klar gewesen, das sei auch nicht zu vermeiden gewesen. "Es handelte sich um ein außergewöhnliches Ereignis, sogenannte Kriegsspätfolgen", erklärt der Sprecher. Pauschal sei hier keine Antwort möglich, da jeder Fall anderes liege. Betroffen sind Mieter, Grundstückseigentümer, Ladenbesitzer. Der Sprecher versprach: "Wir werden das schnell klären, der Bürger hat einen Anspruch darauf." Auch wer für die Umsatzeinbußen aufkomme, müsse erst noch geklärt werden.

14:17 Uhr

Auch Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer ist auf der Pressekonferenz in der Erlöserkirche. Er sagt: "Aus Filmen ist man ja gewohnt, dass das Ganze nach 120 Minuten vorbei ist, dieses Mal wurden wir eines besseren belehrt." Er verteidigt die Entscheidung, dass der Sperrbezirk am Dienstagnachmittag noch einmal erweitert worden war. "Das hat die Streuung der Bombenstücke gezeigt." Die weitesten Splitter wurden auf der Leopoldstraße am Rande des 300-Meter-Bereichs gefunden. "Diese waren messerscharf, man hätte sich verletzen können", sagt Schmidbauer. Der gesamte Block bleibe gesperrt, bis sicher ist, dass die Häuser nicht einsturzgefährdet sind. Anwohner dürfen in Begleitung der Feuerwehr ihre Wohnungen kurzzeitig betreten.

14:11 Uhr

In der Erlöserkirche wird wie schon am Dienstagnachmittag eine Pressekonferenz abgehalten. Einsatzleiter Viehbach gibt einen Überblick über das Geschehene: "Wir haben keine Verletzten zu beklagen, wenn auch Sachschäden." Gesperrt ist derzeit nur noch das Karree um die Feilitzschstraße herum, also Feilitzschstraße, Marktstraße und Haimhauser Straße. Am Eingang zur Feilitzschstraße an der Münchner Freiheit wurde ein Infopunkt für die Anwohner eingerichtet. Die Brände nach der Sprengung hätten so spektakulär ausgesehen, weil die Strohballen Feuer fingen. Eine Anfeuchtung der Strohballen hätte dazu geführt, dass sie sich in Geschosse verwandelt hätten. Die brennenden Strohballen setzten andere Häuser in Brand. Sechs Löschzüge waren im Einsatz, 200 Feuerwehrleute rückten aus. Der direkt betroffene Häuserblock ist laut Einsatzleiter sehr stark beschädigt: Fenster sind zerborsten, Fassaden beschädigt. Über die Höhe der Schäden kann man derzeit noch nichts sagen, die Lokalbaukommission ist derzeit noch mit der Auswertung der Schäden beschäftigt.

13:49 Uhr

Ronny Kleiner befindet sich nach eigenen Angaben im "Schockzustand". Durch die Detonation ist sein Kleidergeschäft in der Feilitzschstraße vollständig ausgebrannt, berichtet die Nachrichtenagentur dapd. "Dass es so schlimm aussieht, hätte ich nicht gedacht. Ich dachte, ich komme da hin und fege die Glasscherben weg. Aber hier sieht es aus wie nach einem Bombenanschlag in Tel Aviv", sagt der 39-Jährige. Mit dem gerade erst frisch renovierten Laden habe er seine ganze Existenz verloren.

13:40 Uhr

Vor der Absperrung am Eingang zur Feilitzschstraße stehen etwa 100 Leute, fast alles Anwohner. Sie diskutieren über die vergangene Nacht. Ein Mann sagt: "Ich hoffe, ich darf am Nachmittag in meine Wohnung in der Marktstraße, gleich um die Ecke der Bombenstelle. In der Wohnung liegen Medikamente, die ich dringend brauche." Außerdem wolle er den Schaden begutachten und einige seiner wichtigsten Sachen aus der Wohnung holen. Immer mehr Anwohner haben es schon hinter die Absperrung geschafft. Sie laufen, begleitet von Polizisten und mit Helmen auf den Köpfen, zu ihren Häusern. Für die Sicherheitsmaßnahmen gibt es gute Gründe: Einige der Gebäude sind nicht mehr bewohnbar, hieß es von der Stadtverwaltung. Zwei Häuser seien gar einsturzgefährdet.

13:33 Uhr

Im Coffee-Shop Black Bean an der Münchner Freiheit ist alles ganz geblieben. "Wir hatten Glück, dass nichts zu Bruch ging", sagt eine Mitarbeiterin. "Auch wenn wir natürlich Umsatzeinbußen hatten, weil wir gestern den ganzen Tag das Café zulassen mussten."

13:24 Uhr

Christian Ude ist eben mit dem Zug ins Oberland gefahren. Dort stellte er in Aussicht, dass die Hauseigentümer entschädigt würden, berichtet SZ-Landtagskorrespondent Mike Szymanski. Es handle sich wohl um einen Vorfall von höherer Gewalt, der durch Kriegsspätfolgen bedingt sei. "Dafür ist eine öffentliche Schadensregulierung vorgesehen", sagte Ude. Das Geld käme vom Freistaat, der über einen entsprechenden Topf verfüge. Allerdings müssten zunächst weitere Haftungsvarianten geprüft werden. "Ich sage zu, dass wir an einer schnellen Erklärung interessiert sind." Vorwürfe, er hätte als Oberbürgermeister zum Zeitpunkt der Entschärfung, nicht an der Abendveranstaltung mit Altkanzler Helmut Schmidt teilnehmen sollen, wies er zurück. "Ich kann doch nicht drei Tage neben der Baugrube stehen", sagte Ude.

13:24 Uhr

Nachdem am Dienstagabend die Bombe gesprengt worden war, fingen anliegende Häuser Feuer. Sirenen erklangen, Einsatzkräfte rückten an und brachten den Brand schnell unter Kontrolle. Nun hat die Feuerwehr Fotos aus unmittelbarer Nähe zum Brand auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. Darunter kommentieren die Münchner: "Hab echt Respekt vor Eurer Arbeit da gestern", "Gruselig!!!" oder "Ok, das ist heftig".

13:19 Uhr

Nicht nur die Feilitzschstraße, auch die Haimhauserstraße ist noch gesperrt. Am rot-weißen Absperrband steht ein junger Polizist und kontrolliert die Ausweise. Nur Bewohner dürfen die Straße betreten. Die Statiker haben noch immer nicht alle Häuser untersucht. Der Polizist sieht müde aus. Er sei auch gestern schon im Einsatz gewesen, erzählt er.

13:15 Uhr

Ludi Armbruster will nur noch heim. Zwei Nächte hat sie bei einer Freundin verbracht. Doch ihr Haus liegt in dem Bereich in der Haimhauser Straße, der noch von Statikern kontrolliert werden muss und deshalb noch immer gesperrt ist. Ihr Bruder und ihr Sohn hätten sich schön nachts zurück geschlichen, erzählt sie. Nun will sie auch endlich wissen, wie es dort aussieht. Das Haus hat den ganzen Krieg überlebt, jetzt soll alles kaputt sein. Das Glasdach und die schönen, bunten Fenster im Treppenhaus, sagt sie.

13:02 Uhr

Die Notunterkunft in der Katholischen Akademie in der Mandlstraße ist bereits weitgehend geräumt. Nach der Sprengung gab es hier großen Jubel, erzählt die Dame an der Rezeption. Gegen zwei Uhr nachts sei dann der Malteser-Hilfsdienst gekommen und habe einen Großteil der 150 Gäste in ihre Wohnungen zurückgebracht. Am Mittwochmittag sind nur noch zwei heimatlose Schwabinger hier - sie wohnen in der Feilitzschstraße und müssen wohl noch ein wenig warten, bis sie nach Hause zurückdürfen.

12:49 Uhr

Noch immer ist das Bürgertelefon der Stadt besetzt, das nach dem Bombenfund von der Feuerwehr eingerichtet wurde. Am Dienstag gingen 3000 Anrufe ein, bis zu 20 Mitarbeiter waren gleichzeitig im Einsatz, um die Anrufe der Betroffenen entgegen zu nehmen, berichtet Manuela Wedel, Sprecherin der Feuerwehr. Die Anrufer wollten wissen, wo sie duschen können, wo sie ihr Auto parken können - und natürlich wann sie endlich wieder in ihre Wohnung dürfen oder wann endlich die Bombe beseitigt werden kann. Um immer auf dem aktuellen Stand zu sein haben die Mitarbeiter des Bürgertelefons in engem Kontakt mit der Einsatzleitung gestanden, immer wieder haben sie sich zu kurzen Lagebesprechungen versammelt. Etliche Anwohner ärgerten sich dennoch und kritisierten die Informationspolitik von Stadt, Polizei und Feuerwehr. Wedel räumt ein: "Natürlich konnten wir nicht alle Anrufer zufrieden stellen. Viele mussten wir vertrösten, wir wollten ihnen ja keinen Schmarrn erzählen."

12:18 Uhr

Hans Rickert ist sauer. Ihm gehört eine Kneipe in der Feilitzschstraße. "Bislang war die Informationspolitik schlecht", sagt er. "Ich kann nur warten, niemand sagt mir, wie es in meiner Kneipe aussieht." Plötzlich kommt seine Putzfrau angerannt. "Alles kaputt innen. Die Toiletten ausgebrannt", sagt sie. "Ich weiß nicht einmal, wer für die Schäden aufkommt", seufzt Rickert.

12:17 Uhr

(Foto: Anna Fischhaber)

Gunter Radauer macht ein sorgenvolles Gesicht. Sein Optikgeschäft und seine Wohnung befinden sich in der Feilitzschstraße. Seit Tagen wohnt er bei Freunden, hat noch nicht einmal geduscht. Jetzt steht er an der Absperrung, um zu erfahren, wie es um sein Eigentum steht. Doch niemand kann ihm etwas sagen. "Ich mache mir Sorgen um meinen Laden", sagt er. Seine einzige Hoffnung: Am Montag, zwei Stunden bevor die Bombe entdeckt wurde, hat er seine Schaufenster austauschen lassen. Routinemäßig. "Vielleicht hatte ich Glück im Unglück - und die neuen Scheiben haben standgehalten."

11:47 Uhr

Seit 11 Uhr wieder geöffnet: die Karstadt-Filiale in München-Schwabing.

Seit 11 Uhr wieder geöffnet: die Karstadt-Filiale in München-Schwabing.

(Foto: Beate Wild)

Seit 11 Uhr können die Schwabinger wieder bei Karstadt einkaufen. Die Filiale an der Ecke Feilitzsch-/Leopoldstraße hat wieder geöffnet. Vor der Tür liegen zahlreiche Sandsäcke. Viele Scheiben, vor allem in den oberen Stockwerken, sind zu Bruch gegangen. Im Inneren ist davon nichts zu sehen, die Kunden kaufen wieder ganz normal ein. Der Geschäftsführer ist seit sechs Uhr morgens da, er hatte eigentlich gehofft, pünktlich öffnen zu können und alle seine Mitarbeiter bestellt. Doch nach dem ersten Rundgang erteilten Statiker und Feuerwehr eine Absage. Er habe dann einfach seine Mitarbeiter zum Frühstück eingeladen, erzählt er.