Wegen Söder Hans Vollhardt tritt aus CSU aus

Der frühere Bürgermeister und Landrat gibt nach 47 Jahren sein Parteibuch zurück

Der langjährige Bürgermeister der Kreisstadt und Landrat des Landkreises Ebersberg, Hans Vollhardt, ist kein CSU-Mitglied mehr. Bereits im April sei er aus der Partei ausgetreten, bestätigte Vollhardt nun auf Nachfrage der SZ. In der von ihm mitaufgebauten Senioren-Union Ebersberg werde er allerdings Mitglied bleiben, auch wolle er dem Orts- und Kreisverband der CSU weiter eng verbunden bleiben.

Ausdrücklich nicht schuld an seinem Parteiaustritt seien die CSUler vor Ort, betont Hans Vollhardt. Hier bei seiner Geburtstagsfeier mit Landrat Robert Niedergesäß, Kreisrat Martin Lechner und Bürgermeister Walter Brilmayer.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Vollhardt war zwischen 1972 und 1994 Chef im Rathaus, vier Mal wählten ihn die Ebersberger in dieses Amt, zwei Mal, 1994 und 1996, gewann er die Landratswahl - immer für die CSU. Daran, dass er deren Parteibuch nun zurückgegeben hat, "sind die Ebersberger nicht schuld", betont Vollhardt ausdrücklich. Der Austritt nach immerhin 47 Jahren Mitgliedschaft habe damit zu tun, wie sich die CSU insgesamt entwickelt habe. Zwischen dieser und ihrem langjährigen Mitglied und Mandatsträger habe schon länger "eine Entfremdung" stattgefunden, so Vollhardt. Viele Positionen seiner Ex-Partei könne er nicht teilen. Der Auslöser für den Austritt sei dann die Wahl von Markus Söder zum Ministerpräsidenten gewesen: "Wenn so jemand in eine solche Machtposition kommt, ist das nicht mehr meine Partei."