Nach zehn Wochen Kums-Vorstand kündigt

Der neue Vorstand des Markt Schwabener Kommunalunternehmens (Kums) hat nach zehn Wochen gekündigt. Karl-Heinz-Figl, 53, der das Blockheizkraft-Projekt seit 1. Februar geleitet hat, ist bereits nicht mehr in seinem Rathaus-Büro anzutreffen. Das teilte Markt Schwabens Dritter Bürgermeister Joachim Weikel (Grüne) am Donnerstagnachmittag mit. "Die sieben Mitglieder des Kums-Verwaltungsrats waren von der Entscheidung überrascht", so Weikel, der selbst im Verwaltungsrat sitzt. Neben dem erkrankten Bürgermeister Georg Hohmann (SPD) vertritt Weikel nun auch Figl.

Über die Gründe für die plötzliche Kündigung ist am Donnerstagabend nur wenig zu erfahren. Im Kündigungsschreiben am Dienstag vor einer Woche habe Figl lediglich erwähnt, dass er eine "Mehr als 40 Stunden Woche" gehabt habe, erklärt Weikel auf Nachfrage am Telefon. Figls Vorgängerin Martha Biberger sagt, sie wolle sich "zum Thema nicht äußern". Biberger baute das Kums in einer Doppelspitze nebenberuflich auf, Figl übernahm die Vorstandschaft jetzt alleine - allerdings mit einem Vollzeitvertrag. Er selbst ist nach Angaben des Rathauses krank gemeldet, er war unter seiner Büronummer am Donnerstag nicht für Nachfragen zu erreichen.

Formal lief die Kündigung korrekt ab, in der Probezeit beträgt die Frist zwei Wochen - Figl kündigte zum 30. April. Die Position wird nun neu ausgeschrieben. Bis ein Nachfolger gefunden ist, könne es "ein Vierteljahr oder länger dauern", so Weikel. Das Kums versorgt um die 60 Haushalte und Firmen in Markt Schwaben, darunter auch größere Einrichtungen wie das Altenheim der Awo. Hier werde es keine Probleme geben, so Weikel: "Die Versorgung der Kunden ist sichergestellt."