Dachau Kinderbetreuung wird teurer

Die Stadt verlangt künftig zwölf statt elf Monatsbeiträge.

Die Stadt Dachau erhöht die Gebühren für Kindertagesstätten und den Hort. Statt elf Monatszahlungen werden von 1. September an zwölf verlangt werden; auch die Beiträge für das Essen werden erhöht. Das beschlossen die Stadträte in der Sitzung des Familien- und Sozialausschusses am Dienstag.

Die CSU stimmte der neuen Gebührenordnung nicht zu. Sie konnte sich mit ihrem Anliegen, bei elf Monatszahlungen zu bleiben, nicht durchsetzen. Für zwölf Monatsgebühren spricht aus Sicht der Befürworter die Vergleichbarkeit mit privaten Trägern: Nur die städtischen Einrichtungen erließen bislang die zwölfte Monatszahlung. Davon abgesehen erhöhen sich die monatlichen Beiträge kaum: für Kindergartenkinder zahlen Eltern sechs Euro mehr, für Hortkinder drei Euro.

Drastisch fallen die Erhöhungen beim Verpflegungsgeld aus. Statt bisher 37 Euro sind für Kindergartenkinder nun 56 Euro, für Hortkinder statt 44 Euro nun 68 Euro zu zahlen. Dass der Sprung so groß ist, hat allerdings damit zu tun, dass die Gebührenordnung seit dem Jahr 2006 nicht mehr geändert wurde. In Zukunft sollen die Gebühren alle zwei Jahre angepasst werden, in diesem Punkt waren sich die Stadträte einig. Neu ist außerdem, dass Eltern für jeden Tag, an dem das Kind entschuldigt fehlte, am Ende des Jahres eine exakte Rückzahlung des Essengeldes bekommen.

Die Stadtverwaltung rechnet durch die Gebührenerhöhung mit Mehreinnahmen von insgesamt 75 000 Euro in diesem und 253 000 Euro im nächsten Jahr. Kostendeckend sei der Betrieb der Kindergärten und Horte allerdings trotzdem nicht, hieß es im Ausschuss.