Dachau Helios: Entscheidung noch nicht getroffen

Die personellen Änderungen bei der Helios Amperklinikum AG mit den beiden Häusern in Markt Indersdorf und Dachau sind noch gravierender als bisher bekannt. Auf der Aufsichtsratssitzung des Unternehmens, an dem der Landkreis noch 5,1 Prozent der Anteile hält, hat sich bekanntlich nicht nur Marcus Sommer als einziger offizieller Anwärter auf den Posten des Regionalgeschäftsführers vorgestellt. Das Gremium beschloss auch, für das operative Geschäft an den beiden Kliniken des Landkreises ein weiteres Vorstandsmitglied zur Seite zu stellen.

Demnach sieht die Aufgabenverteilung so aus, dass der Regionalgeschäftsführer von elf Helios-Kliniken in Südbayern und Baden-Württemberg für die strategischen Entscheidungen zuständig ist. In dieser Funktion wird er auch Vorstand der Amperkliniken AG. Das Besondere an ihr ist, dass sie einerseits Teil der Helios Kliniken GmbH mit Firmensitz in Berlin ist. Sie hält die Mehrheit der Anteile. Andererseits geht sie in dem Konzern wegen der Minderheitsbeteiligung des Landkreises nicht auf. Deswegen verfügt sie über einen eigenen Aufsichtsrat. Der tagte am vergangenen Mittwoch.

Die Entscheidung über Sommer ist nach Auskunft von Helios-Pressesprecher Heiko Leske noch nicht getroffen. Er führte bisher die Helios-Kliniken in Baden-Württemberg. Nach der persönlichen Vorstellung entscheiden die Aufsichtsratsmitglieder im sogenannten Umlaufverfahren schriftlich über die Personalie. Bis zum 31. Mai muss die Entscheidung gefallen sein. Dann scheidet der bisherige Regionalgeschäftsführer Martin Jonas auf eigenen Wunsch aus. Wegen dessen Kündigung ist es zu einer Reorganisation der Unternehmensstruktur gekommen.

Die Kliniken in Bayern und Baden-Württemberg werden, so das Ergebnis der Reorganisation des Unternehmens, in neue Regionen aufgeteilt. Der Mann für das operative Geschäft in Dachau ist bereits gefunden. Aus arbeitsvertraglichen Gründen wird der Name noch nicht bekannt gegeben.