Bigband Dachau Total begeistert

Scheckübergabe für Sankt Jakob: (v. links) Jan van Meerendonk, Schlagzeuger der Bigband Dachau, Günter Strittmatter, Initiator der Spendenaktionen, Pfarrer Wolfgang Borm und Thilo Ederer vom Vorstand der Knabenkapelle.

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Bigband-Konzert erlöst 1851 Euro für Sanierung von Sankt Jakob

Von Gregor Schiegl, Dachau

Bei ihrem Benefizkonzert für die Sanierung des Altstadt-Kirchturms Sankt Jakob ist der Bigband Dachau der Knabenkapelle Dachau ein kleines Wunder gelungen. Thilo Ederer, Vorstand der Knabenkapelle Dachau, überreichte dem staunenden Pfarrer von Sankt Jakob, Wolfgang Borm, am Montag einen Scheck über 1851 Euro. Das Geld dient der Sanierung des maroden Kirchturms von Sankt Jakob, einem im wahrsten Sinne des Wortes herausragenden Wahrzeichen der Stadt Dachau. Einen Teil der 1,4 Millionen Euro teuren Maßnahme trägt die Erzdiözese, den Rest muss die Pfarrei stemmen, doch ihr fehlen rund 80 000 Euro, und die Stadt lehnt eine finanzielle Beteiligung ab. Deswegen kommt es jetzt vor allem auf das Engagement der Bürger an, um den Kirchenbau aus dem 17. Jahrhundert zu bewahren. Der Stadtrat selbst beschränkte seinen Zuschuss auf 5000 Euro.

Zunächst schien es, als hätte das Benefizkonzert im Thoma-Haus, das ausgerechnet am Abend eines Champions-League-Spiels über die Bühne ging, gerade mal so viel eingespielt, um die Unkosten zu decken. Der Technikverleih, die Thomas Wild Veranstaltungstechnik aus Weichs, hatte deshalb einen "großzügigen Nachlass" gewährt, wie Bigband-Schlagzeuger Jan van Meerendonk berichtet. So blieb mit den am Abend gesammelten Spenden ein Plus von knapp 400 Euro übrig. Zwei begeisterte Besucher spendeten nachträglich noch größere Summen. Auf eigenen Wunsch bleiben sie anonym.

"Ich finde das gigantisch", sagte Pfarrer Borm begeistert. Damit meinte er ausdrücklich nicht nur den Geldbetrag, sondern auch "die Verbundenheit und Sympathie", die die Bigband mit ihrem Auftritt für den Dachauer Kirchturm geschaffen habe. Es sei eine große Solidarität der Bürger mit ihrem Kirchturm spürbar. Sie erscheint sogar so groß, dass die Kirchenverwaltung Hoffnung schöpft, dass die Stadt Dachau vielleicht doch eine stärkere Beteiligung an den Kosten in Erwägung zieht.

Die Bigband Dachau hat mit ihrem Auftritt im Thoma-Haus auch gewonnen: Sie spielte diesmal vor zumeist älteren Zuhörern. Nach Angaben von Organisator Günter Strittmatter war der älteste 92 - und total begeistert.