Im Kampf gegen unliebsame Blitzer zieht der Verein "Mobil in Deutschland" ein neues Register - und veröffentlicht einen Blitzatlas für Autofahrer.
Zu schnell unterwegs, ein Blitz und schon ist der Führerschein weg - Radarfallen sind unbarmherzig, findet jedenfalls der Verein "Mobil in Deutschland". Um Autofahrern die Schicksale Führerscheinentzug und Bußgeld zu ersparen, hat der Verein nun den aktuellen Blitzatlas herausgegeben, in dem die Stellen verzeichnet sind, an denen in München am häufigsten Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen werden.
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Ein Blitzatlas soll Münchner Autofahrer darüber aufklären, wo in der Stadt die Geschwindigkeit kontrolliert wird. Zum Anzeigen des gesamten Karte bitte klicken. (© Grafik: SZ)
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Dafür hat der Verein im Juli und August 1800 Hörermeldungen ausgewertet, die bei drei Radiosendern eingingen. Ergebnis: In München werden durchschnittlich 22 Fahrer pro Tag wegen überhöhter Geschwindigkeit fotografiert, am häufigsten an der Ingolstädter Straße, der Wasserburger Landstraße und der Menzinger Straße.
"Es geht ums Geld und nicht um den Bürger" Michael Haberland, Vorsitzender von Mobil in Deutschland, kritisiert Polizei und Stadt: "Hier geht es um das Geld der Autofahrer und nicht um die Sicherheit der Bürger." Als Beleg verglich der Verein die zehn häufigsten Stellen für Radarfallen mit den zehn häufigsten Unfallorten. Dabei gebe es nur drei Überschneidungen. Zu wenig, um blitzen aus Sicherheitsgründen zu rechtfertigen, meint Haberland.
Die Polizei sieht das ganz anders und steht der Veröffentlichung von Blitzer-Standorten kritisch gegenüber: "Wenn Autofahrer nicht wissen, wo sie überall geblitzt werden, halten sie sich hoffentlich immer an die Geschwindigkeitsbeschränkung und nicht nur an einzelnen Stellen", sagt Dieter Bauer von der Verkehrsabteilung der Münchner Polizei.
Auch Radler müssen sich vorsehen Radarkontrollen seien eine Erziehungsmaßnahme. Am Mittwoch hatte die Polizei einen Aktionstag zur Geschwindigkeitskontrolle. Rund 100 Beamte waren in München eingesetzt und erwischten 502 Fahrer, die zu schnell unterwegs waren. Spitzenwert waren 115 Stundenkilometer statt der erlaubten 60 auf dem Georg-Brauchle-Ring.
Aufpassen müssen Raser jetzt auch im Richard-Strauss-Tunnel: Die Blitzanlage, die bisher im Probebetrieb war, wird scharf geschaltet. Seit 20. Juli hat die Polizei hier 3,1 Millionen durchfahrende Autos registriert, davon waren 1200 zu schnell. Den Rekord hält ein Fahrer, der statt der vorgeschriebenen 60 Stundenkilometer mit Tempo 147 fuhr. Bisher wurden die Verstöße noch nicht verfolgt, spätestens ab Montag ändert sich das, so die Polizei.
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(SZ vom 11.09.2009/ag/wib)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
Die neueste Antwort
... dass Dir bald jemand das Handwerk legt!?
Hoffen darf man ja.
Ich sehe das aehnlich wie 'greyhound13'. Dank an J. L. und die SZ kurz sachlich zu informieren (Wem der' Fehler' nicht aufgefallen ist, der sollte sich auch besser nicht ans Steuer setzen.). - Schlimm finde ich diesen eigenartigen Verein. Letztlich meint dessen Vorsitzender wohl nur:
Weg mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen. Jeder/jede kann so schnell fahren wie er/sie will.
Das waere wunderbar. Oder?
Bei dieser Gelegenheit danke ich auch der Verkehrsabteilung der Muenchner Polizei fuer ihre Arbeit.
MfG.
Liebe SZ,
dieser Artikel wurde doch auch mal wieder schnell hingerotzt.
Eine Zwischenüberschrift die keinen Sinn ergibt....
22 Geblitze Fahrer ja Tag, wenn das so wäre bräuchte man nicht mehr blitzen.
Und noch was zu meinem Vorkommentator bezüglich der roten Fahrrad Ampeln.
Ich sch... auf die Ampeln, sollten die Luftverpesster in Ihren stinkenden Kisten doch warten. Ich will schnell durch die Stadt und nicht abends ab 21 Uhr, alleine an einer roten AMpel warten nur damit ich gewartet habe. Wenn kein Auto kommt, warum sollte ich stehnbleiben. Das ich am altstadtring nicht bei rot drüberfahr ist klar, aber bei uns allen sollte mal wieder der GMV einzughalten. Dann hätte unsere Polizei wieder meinen Respekt verdient und nicht meine persönliche Abneigung weil sie nur noch Paragraphereiter sind, und keine Menschen mehr mit gesundem Menschen Verstend.
Voller Hoffnung auf eine bessere Qualität und mehr Menschen im Dienst.
Wer zu schnell fährt, fährt meist gedankenlos und dann denkt er auch nicht an den Atlas. Wer aufgrund eines solchen Atlas mit dem Umkehrschluss unterwegs ist, auf allen anderen Straßen kann ich rasen, wird auch nichts davon haben. Für den, der sich an Begrenzungen hält ist er sowieso sinnlos.
Es liegt letztlich an der Polizei bzw. den Kontrolleuren, wie schlau sie das angehen.
DIe Tatsache, dass die Blitzer häufig im Radion genannt werden, trägt im übrigen zu erhöhter Aufmerksamkeit bei, denn sie erinnern grundsätzlich daran, dass kontrolliert wird.
daß Autofahrer durch diesen Blitzer-Atlas gewarnt werden bzw. aufgefordert werden, sich mal kurzfristig an die STVo zu halten, nach dem Motto, wenn Blitzer naht, runter vom Gas, davor und danach kann man ruhig nach seinem Gusto fahren. Bei immer mehr Straßenverkehr in der Stadt, hat eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht nur den Sinn, daß Unfälle vermieden und somit mehr Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet wird, sondern auch eine Umweltfördernde Wirkung. Langsamer fahrende Fahrzeuge verbrauchen nun mal weniger Sprit und sind um einiges leister. Wer wie ich in einer Tempo 30-Zone wohnt, der weiß, daß sich 90% der Fahrer nicht das geringste um diese Geschwindigkeitsbegrenzung scheren und teilweise durch Wohnstraßen erheblich schneller fahren als erlaubt. Zum Sicherheitsrisiko kommt auch noch die Lärmbelästigung. Insbesondere diese Tempo 30-Zonen wurden ja nicht zum Spaß eingerichtet, sondern weil man Anwohner vor Unfällen, Abgasen und Lärm schützen will. Leider wird in Tempo 30-Zonen kaum geblitzt, denn hier würde es Führerscheinentzüge ohne Ende geben. Die Warnung vor Blitzern ist für mich dasselbe, als ob man einen Steuerhinterzieher zeitig vor der Steuerfahndung oder einen Diskotekenbesitzer vor einer Drogenrazzia warnen würde, also eigentlich völlig inakzeptabel!
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