Rund 200 Studenten halten den Audimax der LMU besetzt. Sie protestieren gegen Studiengebühren, die Bologna-Reform und unzumutbare Studienbedingungen.
Schon am Eingang hört man, dass heute etwas anders ist an der Universität München (LMU): Musik schallt durch die hohen Hallen, mal Postrock, mal mutmaßlich mittelamerikanische Revolutionsfolklore. Auf der Treppe hinab zum Lichthof empfangen einen dann die Transparente, die "Streik" verkünden und die Besetzung des Audimax.
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Im Audimax der LMU tagt das Plenum der Studenten, die vor allem gegen die Studiengebühren und das Bachelor-System protestieren. (© Foto: Robert Haas)
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Drinnen, unter den Bannern, die an den Brüstungen der Empore hängen, tagt das Plenum. Rund 200 sitzen in den Bänken und beraten das weitere Vorgehen, bilden Arbeitsgruppen auf Zuruf; es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Unten, links und rechts des Pultes, stapeln sich die Reste des Frühstücks und die Töpfe vom Vorabend, die Logistik der "Volksküche" läuft offenbar noch nicht rund.
Seit Mittwochnacht halten Studenten das Audimax der LMU besetzt, um gegen eine verfehlte Bildungspolitik, Gebühren, die Bologna-Reform und einen Trend zur "Ökonomisierung" der Bildung zu demonstrieren. Damit hat sich der Protest, der vor drei Wochen in Österreich begann, auch in München ausgeweitet. Vor acht Tagen hatten Studenten zunächst einen Saal der Kunstakademie besetzt. Jetzt haben sie ihre Aktivitäten auf die größte Hochschule Bayerns verlegt und deren größten Hörsaal okkupiert. Überall im Bundesgebiet laufen ähnliche Aktionen, die Websites wie "Bildungsstreik.net" und "Unsereunibrennt.de" penibel auflisten.
Für die Abschaffung der Studiengebühren und gegen den Bachelor-Studiengang
Die Studenten fordern die Abschaffung der Studiengebühren und ein gerechteres Stipendiensystem, eine Reform der Bologna-Reform in der Lehre und überhaupt bessere Studienbedingungen, mehr Mitbestimmung an der Hochschule. "Das Geld für Bildung ist da - es fehlt nur der Wille der Staatsregierung, es in Bildung zu investieren", heißt es in einem Forderungspapier des eher locker organisierten Protestverbundes. Spätestens am kommenden Dienstag wollen die Studenten wie schon im Sommer mit Großdemonstrationen in München und anderen Städten auf die Straße gehen.
Jetzt sei es an der Politik, "Gesprächsbereitschaft zu zeigen". Ab heute jedenfalls, so erklären die LMU-Besetzer etwas großspurig, sei es "unmöglich, Probleme im Bildungssystem totzuschweigen". Ein besetztes Audimax lasse sich nicht "ignorieren".
In der Tat ist der Medienauftrieb nicht zu verachten, selbst die Kamerateams der Privaten rumpeln durch die Reihen. Und auch Politiker machen ihre Aufwartung. Margarete Bause, Fraktionschefin der Grünen im Landtag kommt, um ihre Solidarität mit den Forderungen der Besetzer auszudrücken. Ihre Fraktionskollegin Ulrike Gote, hochschulpolitische Sprecherin, hält den Studentenprotest für "längst überfällig", angesichts der Unterfinanzierung der Hochschulen, der fehlenden demokratischen Mitbestimmung und der "Bildungsungerechtigkeit".
Isabell Zacharias, hochschulpolitische Sprecherin der Landtags-SPD bemängelt "unzumutbare Studienbedingungen" und "massive Probleme beim Bachelor- und Masterstudium". Vor allem die Kritik der Studenten am Bologna-Prozess nehme sein Haus "sehr ernst", sagt Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch. Eine neuerliche Reform sei mit den Hochschulen vereinbart.
Auch die Leitung der LMU, so sagt deren Sprecherin Luise Dirscherl, habe den Studenten ein Angebot zum Gespräch gemacht. Die Besetzung des Hörsaales sehe die Hochschule "gelassen". Sie werde bis auf weiteres nicht dagegen vorgehen, vorausgesetzt, der Protest bleibe gewaltfrei.
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(SZ vom 13.11.2009/hs/wib)
Brasiliens Präsidentin Roussef
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Ich finde Pira hat recht.
In allen Bereichen des Lebens muss streng ökonomisch vorgegangen und gerechnet werden! Daher ist es natürlich Unsinn gegen Gebühren und für mehr universitäre Leistungen zu sein. Das ist widersinnig und auch insgesamt lohnen sich unsere Investitionen in die Bildung, insbesondere in die Hochschulbildung nicht.
Wie jeder weiß ist Deutschland dank seiner umfangreichen Rohstoffvorräten außerordentlich autark und von anderen Ressourcen unabhängig. Durch die beinahe unerschöpflichen Erdölvorräte in Deutschland können wir unabhängig von Dienstleistungsbranchen und HI-Techbranchen ökonomisch überleben.
Damit ist klar, dass sich eine Investition in die Bildung nicht lohnt, da es auch statistisch erwiesen ist, dass Studenten meist überdurchschnittlich oft arbeitslos sind und überdurchschnittlich schlecht bezahlt werden.
Insofern ist auch nicht zu erwarten, dass Studenten die in sie gesteckten Investitionen jemals an die Gesellschaft zurückzahlen können.
Daher muss klar sein, dass sich v.A. die Hochschulen über die Gebühren ihrer Mitgliede/Studenten und durch private Zuwendungen finanzieren müssen.
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na, wieder die alte Leier - die Linken.....
was den sonstß
FÜR höhere Ausgaben
GEGEN Einnahmen.
Ein etwas wirres und widersprüchliches Konzept.
Vielleicht sollten die Studenten erst noch ein wenig weiterstudieren um einen Plan zu haben, wo das Geld herkommen soll - wenn sie sogar schon dagegen sind dass Geld eingenommen wird.
Ich vermute es ist wie bei den linken:
Geld her - egal woher und von wem!