Beschluss im Stadtrat Neue Sporthalle im Olympiapark

  • Der Münchner Stadtrat hat den Bau einer neuen Eis- und Basketballhalle im Olympiapark beschlossen.
  • Geplant sind neben dem eigentlichen Stadion zwei weitere Eisflächen,
  • Wahrscheinlich ist, dass der österreichische Getränkehersteller Red Bull die Investitionskosten komplett übernimmt.
Von Dominik Hutter

Im Olympiapark soll eine neue Eis- und Basketballhalle entstehen. Die Vollversammlung des Stadtrats hat sich am Mittwoch einstimmig für den Bau einer Arena mit 10 000 Zuschauerplätzen am Standort des heutigen Radstadions entschieden. Das Projekt soll ausgeschrieben werden.

Da bereits seit Längerem ein Angebot des österreichischen Getränkeherstellers Red Bull vorliegt, gilt es als wahrscheinlich, dass dieses Unternehmen zum Zuge kommt und die Investitionskosten komplett übernimmt.

Wer die Halle nutzen soll

Die Halle soll sowohl von den Profimannschaften des EHC Red Bull München (Eishockey) und des FC Bayern München (Basketball) als auch von Vereinen und für den Publikumseislauf genutzt werden. Geplant sind neben dem eigentlichen Stadion zwei weitere Eisflächen, die von der Stadt zu bestimmten Uhrzeiten für den Breitensport angemietet werden können.

Wie sich die Entscheidung auswirkt

Der Stadtratsbeschluss bedeutet faktisch das Aus sowohl für das derzeit als Event-Arena genutzte Olympia-Radstadion als auch für das jetzige Eisstadion unterhalb des Olympiaturms. Zudem verliert der Audi-Dome, die einstige Rudi-Sedlmayer-Halle, seinen Hauptmieter. Alle diese Bauten sind aber ohnehin sanierungsbedürftig. Allein der Erhalt des Eisstadions auf heutigem Niveau würde nach Berechnungen der für den Olympiapark verantwortlichen Stadtwerke etwa 28 Millionen Euro kosten (13,5 Millionen davon für das Eislaufzelt).

Mit der Entscheidung für die Vergabe an einen Investor endet eine jahrelange Debatte um die Zukunft des Eissports in München. Der heutige Zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) sowie sein Stadtratskollege Mario Schmidbauer hatten bereits 2007 die Gründung einer (inzwischen existierenden) Projektgruppe angeregt, die den Bau einer Mehrzweck-Sporthalle prüfen sollte.

Für die letztlich gescheiterte Bewerbung um Olympische Winterspiele waren im Olympiapark sogar zwei neue Eishallen vorgesehen, anstelle des Eis- und anstelle des Radstadions.