Nach ARD und Sat1 bekommt Oliver Pocher nun bei RTL ein eigenes Format. In seiner neuen Sendung sollen die Zuschauer den Comedian in - durchaus auch körperbetonten - Wettspielchen leiden sehen. Es ist nicht die einzige Schlammschlacht im Programm.
Das wird vielleicht auch Harald Schmidt freuen. Oliver Pocher, sein inzwischen schwer ungeliebter Geschäftspartner früherer ARD-Showtage, wird demnächst nicht nur in Schmidts Sendung, sondern auch bei RTL möglichst kunstvoll durch den Kakao gezogen.
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Künftig wird Oliver Pocher bei RTL kunstvoll durch den Kakao gezogen. (© dpa)
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Nicht viel weniger als eine veritable Schlammschlacht der unterhaltsamen Art erwartet RTL für das Eventprogramm Alle auf den Kleinen, bei dem Pocher von Jahresende an in diversen, durchaus auch körperbetonten Wettspielchen (als ob das nur Stefan Raab könnte) mit diversen Herausforderern einen ganzen Abend lang zeigen soll, welche Diskrepanz sich bei ihm zwischen Können und großer Klappe auftut.
Pocher dockt damit noch enger beim Kölner Sender an, wo er auch als Ansager der Show 5 gegen Jauch tätig ist. Sein Engagement bei Sat1, wo er 2010 mit einer wöchentlichen Show scheiterte und Schmidt demnächst als Platzhirsch auftritt, scheint derzeit auf Eis zu liegen.
Zum Thema Schlammschlacht passt auch die Meldung, dass im Januar 2012 das Dschungelcamp wieder öffnet. Wer da einziehen soll? Ach ja. RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger bestätigte am Dienstag bei der Jahresprogrammvorstellung in Köln nur die Vermutung, dass es durchaus schwer werde, die Quoten und die dramatische Qualität der diesjährigen Staffel zu übertreffen. Immerhin hält Ich bin ein Star - Holt mich hier raus in der Halbjahresbilanz der von Menschen unter 50 Jahren meist gesehenen Sendungen mit 4,75 Millionen Zuschauern den Spitzenplatz.
Das illustriert ein wenig das Luxusproblem, mit dem RTL sich derzeit beschäftigen muss. Die Marktführerschaft liegt mit 18,9 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauern im ersten Halbjahr fest bei RTL, der Abstand zu den Mitbewerbern ist gewaltig. Auf fast allen Sendeplätzen ist RTL vorne, nur am Sonntagabend muss der in Köln ansässige Sender die Schmach hinnehmen, lediglich auf Platz zwei zu rangieren. Daran will man arbeiten und sonst vor allem nicht übermütig werden. "Das wird sich kaum toppen lassen", fällt Senderchefin Anke Schäferkordt auch zu ihrem Erfolg ein. Sie kündigte an, man wolle anstatt zu expandieren erst einmal versuchen, das Erreichte zu konservieren.
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(SZ vom 20.07.2011/cag)
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Wie ist es um die geistige Verfassung der vielen unter Fünfzigjährigen bestellt wenn solche Sendungen zu deren Favoriten zählen?
Seit 16.42 (Einstellung des Artikels auf SZ-Online) kein einziger Leserkommentar.
Also erkläre ich mich (barmherzig, wie ich nun mal bin) bereit, hier einen ersten, qualifizierten Kommentar zum Thema "Oliver Pocher" abzugeben.
Vorher bitte ich aber höflich noch um folgende Erläuterung:
Wer, zum Teufel, ist eigentlich dieser "Oliver Pocher"?
Paging