Regierungssprecher Wilhelm wird als Favorit für den Posten des Intendanten beim BR gehandelt. Doch unter Dach und Fach ist die Angelegenheit noch nicht: Es gibt einen Gegenkandidaten.
Das Prozedere ist fast so geheimnisvoll wie eine Papst-Wahl. Noch bis Donnerstagmittag kann jeder Rundfunkrat einen Vorschlag einreichen, wer von 2011 an neuer Intendant des Bayerischen Rundfunks werden soll. Im versiegelten Umschlag, adressiert an den Vorsitzenden des Rundfunkrats. Der öffnet am Mittag erst den Tresor, dann die Kuverts. Und am Freitag entscheidet der Ältestenrat, ob Namen bekannt gegeben werden oder nicht.
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Wird als Favorit gehandelt: Angela Merkels Sprecher Ulrich Wilhelm (© Foto: dpa)
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Doch bekannt ist eines schon geworden: Sofern Ulrich Wilhelm, 48, CSU-Mitglied und Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), antritt, bekommt er mindestens einen Gegenkandidaten. Es ist Rudi Erhard, 58, der bekannteste Landtagsreporter des BR, der bis 2009 auch viele Jahre lang Vorsitzender der Landtagspresse war. Unterstützt wird er mindestens von den Rundfunkräten Claudia Jung (Freie Wähler) und Ludwig Hartmann (Grüne). Die SPD will sich, wie auch die FDP, noch nicht festlegen: "Ich finde mehr Auswahl gut. Es ist spannend, wenn unterschiedliche Konzepte diskutiert werden", sagt SPD-Landeschef Florian Pronold, ebenfalls Rundfunkrat.
Erhards Selbstbewusstsein entspricht die Kandidatur ohne Frage, seine Chancen bei der Wahl Anfang Mai dürften dennoch eher gering sein. Denn im Rundfunkrat gibt es große Sympathien für Wilhelm, über die CSU hinaus. Auch bei den nicht parteipolitisch gebundenen Räten, die die Mehrheit stellen. Andererseits ist die Kritik an Wilhelms Ambitionen nicht gering: Staatsferne wird dem BR gesetzlich vorgeschrieben - wie verträgt sich das mit jemandem, der jahrelang für Edmund Stoiber als Sprecher tätig war, jetzt für Merkel, und der dann praktisch ohne Karenzzeit in den öffentlich-rechtlichen Hörfunk wechselt?
Stoiber verbindet die beiden ungleichen Kandidaten: Der eine, Uli Wilhelm, arbeitete für ihn, der andere, Rudi Erhard, beobachtete ihn und stammt aus dem selben Ort wie Stoiber, Oberaudorf.
Allerdings gibt es auch Unterschiede: Wilhelm ist für seine Verschwiegenheit bekannt, Erhard eher nicht. Vor zwei Jahren kolportierte er in seiner Stoiber-Biographie das Gerücht, der frühere Ministerpräsident habe die eheliche Treue nicht immer hochgehalten. Wirkliche Quellen nannte Erhard dafür nicht.
- Thema
- Ulrich Wilhelm RSS
- Regierungssprecher Wilhelm Einluller mit Charme 26.03.2010
- Chefposten in der ARD BR: Intendant gesucht 25.03.2010
(SZ vom 15.04.2010/dmo)
....jedoch denke ich, da der Vater von Ulrich Wilhelm Stoiber sowie die Machenschaften unter Strauß, Streibl & Co. bestens kannte, dass er seinem Sohn damals "Verhaltensregeln" mit auf den Weg gegeben hat und der Sohn - also Ulrich Wilhelm - sich sehr lange - und zwar so lange er bei Stoiber war - völlig ruhig verhalten hat.
Ich denke, dass er nicht - auch wenn Ulrich Wilhelm ein enger Mitarbeiter von Stoiber war - heute noch ein großer Freund von Stoiber ist.
Im Gegenteil. Ich vermute, dass seine Stelle als oberster Regierungssprecher gerade deshalb zustande kam, weil er das Insider-Wissen von Stoiber & Co. hatte - und zwar alles über deren tatsächliche kriminelle Handlungen und Einflußnahmen auf die Justiz.
Stoiber wurde nicht Kanzler! Raten Sie einmal warum?
Ja - Angela Merkel fuhr gefüttert mit einem "Wissen" zum legendären Frühstück nach Wolfratshausen. Danach wollte Stoiber nicht mehr Kanzler werden.
Angela Merkel hätte Stoiber damals mittels Bundesgeneralstaatsanwaltschaft vor Gericht zerren können. Und Stoiber wäre aufgrund der Beweise - sogar verurteilt worden.
So viel ist klar.
Details im Buch: "Macht und Missbrauch" von Wilhelm Schlötterer!
Und Sie können mir glauben: Das ist nur die Spitze des Eisberges!
Also ein Berufspolitiker an der Spitze einer ARD-Anstalt, das hat ein "Gschmäckle". Wilhelm ist offensichtlich ein Stoibermann, wenn ich mich dann an die Konflikte Thomas Gottschalk vs Stoiber (damals Innenminister, bzw. Chef der Staatskanzlei) erinnere,beginnt mich zu frieren.
Die Unabhängigkeit der Medien scheint hier höchstens nachrangig zu sein. Wenn der BR politisch unabhängig sein soll wäre eine Wahl Wilhelm nicht optimal.
In diesem Fall dürfte sogar Ulrich Wilhelm die bessere Wahl sein!
Hierzu rate ich das Buch "Macht und Mißbrauch" zu lesen.
Da mir der BR-Redakteur ein zu rosiges Buch über Stoiber geschrieben hat, ist davon auszugehen, dass er linienkonform ist!
Also - keine Objektivität!
Denn in Bayern wissen die Insider, warum Stoiber nicht Kanzler geworden ist! Das hat nix mit Bayernverbundenheit zu tun.
Im Buch lesen.....dann weiß man warum Stoiber gar nicht Kanzler werden konnte!
Hätte er diesen Schritt gewagt, wäre seine Karriere - und der Rest ruiniert gewesen!
Dann wäre so einiges aufgeflogen!
Angela Merckl - ich bin weiß Gott nicht ihr Freund - sei Dank - dass sie damals zum Frühstück nach Wolfratshausen kam!
Somit blieb - wie Stoiber glaubte - alles was Angela wußte - erst einmal in seinen vier Wänden!
Also - das Buch "Macht und Mißbrauch" lesen, dann erkennt jeder, warum Stoiber nicht Kanzler werden konnte!!!!