Schlürfen ist erlaubt

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Fürs Trinken von Malt Whisky eignen sich am besten Gläser mit einer Tulpenkelchform - zum Beispiel Sherry-Copitas. (© Foto: Schätzl)

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Dennoch sollten Sie die Spirituose erst einmal pur verkosten. Lassen Sie das Getränk nach ausgiebigem Schnuppern in Form eines kleinen Schlucks im Mundraum kreisen, so lange, wie es geht. Versuchen Sie, dabei ein wenig Luft durch den Mund einzuatmen. Das ist am Anfang womöglich ungewohnt und produziert zudem unweigerlich ein schlürfendes Geräusch, aber mit ein wenig Übung werden Sie feststellen: Es lohnt sich. Der Geschmack gewinnt enorm durch diese Luftzufuhr. Passen Sie aber unbedingt auf, das Sie sich nicht verschlucken - bei Hochprozentigem kann das gefährlich werden! Und dann erst probieren Sie es mit verschiedenen Wassermengen zum Verdünnen.

Die Zugabe von Eis ist bei Malt Whisky indes fast immer verpönt: Es friert Aromen und Geschmack ein.

Das Trinkgefäß

Fürs Trinken von Malt Whisky eignen sich am besten Gläser mit einer Tulpenkelchform - zum Beispiel Sherry-Copitas. Sie bündeln die Aromen im Glas gut und lassen sie nicht zu schnell entweichen. Außerdem liegen sie gut in der Hand. Jim Murray, einer der bekanntesten Whisky-Autoren, bevorzugt eine besonders intensive Methode der Trinkvorbereitung: Er umschließt das Glas komplett mit einer Hand, deckt es mit der anderen zu und hält das Ganze auch noch an die Brust, bis das Glasinnere durch die allseits zugeführte Wärme beschlägt. Dann nimmt er die Hand weg, steckt die Nase weit ins Glas und atmet tief ein, um nach einigen Sekunden schließlich zu trinken.

Auch uns hat dieses Procedere überzeugt: Der Whisky scheint seine ganze Pracht regelrecht auszuschwitzen. Prost!

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(sueddeutsche.de/bre/jja)