Weniger ist mehr: Viel Sport bringt untrainierten Menschen nichts. Effektiver sind dagegen kurze Übungen und gemütliche Spaziergänge.
Sport ist gesund und sollte regelmäßig betrieben werden. Allerdings kommt es auf das richtige Maß an. "Die richtige Dosierung, der individuelle Trainingsstand und die Sportart sind die wichtigsten Faktoren bei der Trainingsplanung", sagt Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln.
Immer mit der Ruhe: Gerade Anfänger sollten dosiert Sport treiben. (© Foto: dpa)
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Damit der Körper etwas vom Training hat, müsse ein sogenannter überschwelliger Reiz auf den Organismus ausgeübt werden. Doch dann brauche er Ruhe, um regenerieren zu können.
Die Mindestpause beträgt bei Untrainierten für Ausdauersport 36 bis 48 Stunden und nach einem Muskeltraining 48 bis 72 Stunden. "So ist es mehr als unsinnig, zum Beispiel jeden Tag einen ermüdenden Waldlauf durchzuführen", sagt Froböse. "Eine aktive Pause in Form eines gemütlichen Spaziergangs ist hingegen kein Problem."
Als Ergänzung bietet sich zweimal in der Woche ein Kräftigungs- und Koordinationstraining an. "Nach dem Training wird mehr Energie gespeichert, neue Kraftwerke in unseren Muskelzellen und mehr Enzyme des Energiestoffwechsels werden gebildet und mehr Eiweiß in die Muskelfasern eingelagert", erklärt der Kölner Professor.
Der Körper wappne sich damit für die folgende Belastung, indem er sich auf ein höheres Ausgangsniveau bringt. "Dies stellt einen eigenen Mechanismus dar und wird in der Fachsprache oft als Superkompensation bezeichnet." Um diesen Effekt gut nutzen zu können, sollten Sportanfänger ein moderates Training wählen und vor allem ausreichende Ruhetage einplanen. Tägliches Training sei daher gerade für Anfänger völlig falsch.
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(sueddeutsche.de/dpa/dog/pfau)
Partyzone Flußufer
Mal abgesehen davon, dass ich den ganzen Artikel seltsam finde, ist es natürlich Quatsch zu behaupten, dass viel Sport Untrainierten _nichts_ bringt.
Ich bin anfangs täglich gelaufen und hab nach 3 Wochen 10 km und nach 5 Wochen 18 km geschafft. Es gab also ganz offensichtlich einen Trainingseffekt und ich behaupte einfach mal, dass der mit 48 Stunden Pause zwischen den Läufen nicht größer gewesen wäre.
Dass sowas aus orthopädischer Sicht nicht unbedingt klug ist, steht auf einem anderen Blatt. :)
Früher dachte ich, ich müsste mind. 1 Stunde joggen gehen und danach vollkommen ausgepowert sein. Irgendwie hat es mir aber absolut keinen Spaß gemacht und nach 3-4 Wochen Qual, hatte ich dann die Nase voll. Ich habe vor jedem Training tatsächlich einen großen Widerwillen verspürt, mich aber dennoch dazu gezwungen. Es war schrecklich.
Nach mehreren Monaten Pause aufgrund dieses Traumas, habe ich dann ganz anders trainiert. Ich bin ganz locker gejoggt, nur 30 Min und so, dass es mir gepasst hat. Wenn mich jemand überholt hat, dann war das okay und wenn ich gerade aus der Puste war auch, dann bin ich ein paar Meter gegangen. Und wenn ich auf halber Strecke nicht mehr konnte, dann bin ich sogar gehend nach Hause. Ich habe mir ganz bewusst gesagt: "Hey, heute hast Du versagt im Training. Und das ist okay! Morgen gehts besser.". Tja, und was muss ich sagen, ich laufe nun seit bestimmt 9 Monate fast jeden Tag 30 Minuten, bin fit wie nie zuvor, ich überanstrenge mich nicht und es macht auch noch Spaß. Und wenn ich keine Lust habe, dann laufe ich halt auch mal nicht, oder gehe wieder nach Hause weil ich versagt habe ;).
Manch jemand der keine Lust auf Sport hat, sollte diese Taktik einfach mal ausprobieren.