Ein fitter Körper ist nicht alles: Die Psyche bestimmt mit, wie man das Älterwerden meistert. Experten verraten, was man für die alternde Seele tun kann.
"Tick", "Tack" schreitet der Zeiger der Lebensuhr voran, Jahr für Jahr. Alt zu werden - davor haben viele Menschen Angst. Was passiert mit mir? Bleibe ich körperlich und geistig fit? "Hören Sie auf, düstere Zukunftsvisionen zu entwerfen", sagt Ursula Nuber, Psychologin aus Hirschberg-Großsachsen. Sie rät: "Konzentrieren Sie sich lieber auf das Hier und Jetzt."
Wer sich weniger vor dem Alter fürchtet, bleibt länger faltenfrei. Forscher raten zur Gelassenheit. (© Foto: iStock Photo)
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Eine positive Lebenseinstellung verschönert nicht nur das Leben. Experten glauben, dass sie sogar zusätzliche Jahre schenkt. "Die Glückforschung belegt, dass Optimisten länger leben", sagt Beate Forsbach, Diplom-Psychologin aus Bamberg. "Wer sich immer mit Zukunftsängsten plagt, sich um die Gesundheit sorgt oder mit dem Lebensstatus unzufrieden ist, steht unter Daueranspannung." Dieser Stress raube dem Körper Energie, mache schlapp, müde und krank.
Auch Ursula Nuber rät, Ängsten und Sorgen nicht zu großen Raum zu geben: "Aus der Psychologie wissen wir, dass es weniger die Dinge selbst sind, die uns erschrecken, als vielmehr die Vorstellung davon." Wird mein Partner vor mir sterben? Werde ich ein Pflegefall sein? Muss ich alleine im Altenheim leben? Das sind typische Fragen über eine Zukunft, die noch in den Sternen steht.
"Setzen Sie Ihre Energie lieber in die greifbare Realität, machen Sie sich Gedanken über Ihr Leben heute", empfiehlt Nuber. "Es kommt nicht darauf an, wie alt wir werden, sondern wie wir alt werden", findet auch die Altersforscherin Ursula Lehr aus Heidelberg. "Es gilt, die Jahre mit Leben zu füllen." Wie das geht, dafür entwickle jeder Menschen sein individuelles Konzept: "Erfolgreiches Altern und Lebensqualität lassen sich nicht von außen beurteilen, sondern nur von der Person selbst."
Doch so einzigartig das persönliche Rezept für ein glückliches Altern auch sein kann: es gibt doch Übereinstimmungen.
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Partyzone Flußufer
Alter bestimmt sich nicht über die Anzahl der Lebensjahre.
Alt wird, wer den Lebensmut verliert und für nichts mehr Interesse aufbringt.
"Mit zunehmendem Alter sterben nahestehende Menschen weg, es können leicht Einsamkeitsgefühle entstehen." sagt der Experte.
Man hat also Angst alt zu werden, weil dann die Liebsten sterben und man dann einsam ist und eher stirbt, bzw man wird gar nicht alt aus lauter Sorge davor.
Sieht fast so aus, als könne man der Sache nicht entkommen. "On the long run we're all dead". Sehr zur Gelassenheit beiträgt die volle und tiefe Akzeptanz dieses Faktums. Nicht voll und ganz akzeptiert haben diese Tatsache zB Leute, die viel Geld in Wertpapieren anlegen, die "perspektivisch in 30 oder 40 Jahren hervorragende Aussichten haben", oder die zum fünften mal hintereinander 10-Jahres-Anlagen eingehen.
... wenn es an seinem Körper zu zwicken beginnt, nicht, wenn das Treppensteigen schwerer fällt, nicht, wenn die Augen nicht mehr so recht wollen, nicht, wenn sein Haar ergraut. Alt ist ein Mensch, wenn er aufhört zu staunen oder es überhaupt nie gelernt hat, wenn also seine Phantasie ergraut.
Peter Ustinov
..dann müsste auf grund der zukunftsaussichten die fast komplette heutige menschheit im späteren alter wie ein zerfurchter acker im gesicht aussehen.