Pro und contra Karneval zum 11.11. – Contra: Kostümierung

Es ist festzuhalten, dass Karneval nichts mit Verkleidung und Kostümierung zu tun hat. Wäre das so, dann begönne die herrlich närrische Zeit Mitte September in München. In der bayerischen Hauptstadt wird dann nämlich das Oktoberfest begangen, auf dem die Menschen über Wochen so lustig verkleidet rumlaufen, wie sonst nur die Spaliersteher beim Kölner Rosenmontagszug. Und ganz genau so, wie der Rosenmontagszug dort mit dem Satz "D'r Zoch kütt" beginnt, hebt das Oktoberfest mit dem Ausruf des Münchner Oberbürgermeisters nach dem Fassanstich an: "O'zapft is!". Danach wird hier wie dort zu viel getrunken und falsch gesungen von den lustig verkleideten Besuchern. Und genau so, wie in Köln der Spuk am Aschermittwoch verschwunden ist, genau so verschwinden in München die drolligen Dirndl und Vatis zu eng gewordene Krachlederne wieder aus dem Straßenbild, wenn die letzte Oktoberfestmaß denn endlich getrunken ist.

Im Bild: Karneval 2012 in Dietfurt, Besucher als Bayer und Chinese bemalt

Bild: dpa 9. November 2012, 10:022012-11-09 10:02:43 © Süddeutsche.de/rus/lala