Die einen sagen, Laufen vermindert das Infarktrisiko. Die anderen warnen vor Herzmuskelschäden. Wer zählt zu den Risiko-Kandidaten?
Es klingt paradox: Während regelmäßige körperliche Aktivität vor einem Herzinfarkt schützt, steigert intensive körperliche Anstrengung kurzfristig das Infarktrisiko.
(© Foto: iStockphotos)
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Gerade bei Sportveranstaltungen ist die koronare Herzkrankheit unter älteren Teilnehmern die häufigste Ursache von Todesfällen, wie der Essener Mediziner Stefan Möhlenkamp auf einem Kardiologenkongress in Mannheim betonte.
In einer Studie hatte der Forscher mehr als 100 scheinbar gesunde, über 50-jährige Marathonläufer auf Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen und Schädigungen des Herzmuskels untersucht.
Dabei wiesen die Marathonläufer zwar im Vergleich zu gleichaltrigen Bundesbürgern ein um 50 Prozent geringeres Risikoprofil für Herzkreislauf-Erkrankungen auf. Aber bei 36 Prozent der Ausdauersportler fanden die Mediziner Verkalkungen der Herzkranzgefäße.
Dies entspricht der durchschnittlichen Häufigkeit in dieser Altersklasse. Bei jedem achten Marathonläufer fanden die Forscher sogar Hinweise auf Herzmuskelschäden.
Ob der Extremsport dazu beitrug, ist nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie aber nicht bekannt. Möhlenkamp rät älteren Läufern, sich vor Marathonwettkämpfen und auch schon vor dem Vorbereitungstraining gründlich untersuchen zu lassen.
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(AP/mmk)
Umweltstiftung WWF in der Kritik
"Gerade bei Sportveranstaltungen ist die koronare Herzkrankheit unter älteren Teilnehmern die häufigste Ursache von Todesfällen,"
Vielleicht liegt das daran, dass die wenigsten Menschen sich am Tag ihres Krebstodes zum Sterben in eine Marathonveranstaltung zurückziehen. Auch eher selten kommt es beim Marathon zu Verkehrstoten unter den Läufern.