Mit 66 Jahren fängt das Leben an - oder ist zumindest noch lange nicht zu Ende: Mädchen, die heute auf die Welt kommen, werden im Schnitt bereits 82 Jahre alt. Männer sterben zwar früher, insgesamt steigt die Lebenserwartung der Deutschen aber weiter an - wie eine neue Zählung belegt.
Die Deutschen leben immer länger. Statistisch gesehen erlebt jede zweite in Deutschland lebende Frau ihren 85. Geburtstag, jeder zweite Mann wird wenigstens 80 Jahre alt. Die Lebenserwartung in Deutschland sei damit erneut leicht gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.
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Vor ihm liegen noch 77 Jahre und sechs Monate - zumindest wenn es nach der Statistik geht. (© dapd)
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Laut der jüngsten Erhebung werden neugeborene Jungen im Schnitt 77 Jahre und sechs Monate alt, neugeborene Mädchen 82 Jahre und sieben Monate. Damit die Lebenserwartung beider Geschlechter innerhalb eines Jahres weiter gestiegen: um einen Monat bei den Mädchen und um zwei bei den Jungen.
In den vergangenen 130 Jahren hat sich die Lebenserwartung in Deutschland mehr als verdoppelt. Im damaligen Deutschen Reich erlebten die Männer im Durchschnitt nur ihren 35. Geburtstag und Frauen ihren 38. Heute werden 94 Prozent der Frauen und 89 Prozent der Männer mindestens 60 Jahre alt.
Auch für ältere Menschen hat sich die Lebenserwartung merklich verbessert. 65 Jahre alte Männer erwarten im Schnitt noch weitere 17 Jahre und vier Monate Lebenszeit. Bei den Frauen sind es in diesem Alter 20 Jahre und 7 Monate. Ihre Lebenserwartung nahm damit im Vergleich zur letzten Erhebung um einen Monat zu.
Gründe für diese Entwicklung nennen die Statistiker auch: Der Rückgang der Kindersterblichkeit und der späterer Tod älterer Menschen führen zu den neuen Zahlen.
Die Statistiker berechnen die Lebenserwartung auf der Grundlage sogenannter Periodesterbetafeln, die auf Daten zu den Gestorbenen und der Durchschnittsbevölkerung der vergangenen drei Jahre basieren. Über die Gesundheit im Alter oder die Zufriedenheit gibt die Erhebung keine Auskunft.
Die Lebenserwartung in Deutschland ist hoch im internationalen Vergleich: Die Vereinten Nationen (UN) geben heute für die am besten entwickelten Staaten ein Durchschnittsalter von rund 77 Jahren an, in weniger entwickelten Ländern sind es rund 66, in unterentwickelten Nationen nur knapp 57 Jahre. Von Land zu Land schwanken die Werte erheblich.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
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(dpa/dapd/sebi/grc)
Brasiliens Präsidentin Roussef
"Ich denke, dass bei diesem 1 bis 2 Monaten es schon eine Rolle spielt, wenn der Großteil der potentiellen Neugeborenen mit Gendefekten und vorprogrammierter geringerer Lebenserwartung bereits vorher "aussortiert" wird."
Rhinelander spielt auf eine fehlende Linearität an. Während die ersten 2 Monate Lebensverlängerung relativ "einfach" zu erreichen sind, weil das Grenzprodukt der angesprochenen Möglichkeiten noch recht hoch ist, führt jede weitere Lebensverlängerung zwangsweise zu niedrigerem Grenzprodukt eben jener Maßnahmen.
Mit anderen Worten: Je mehr man das Leben mit den angesprochenen Maßnahmen verlängern will, desto mehr "unpassende" Leben werden ausgelöscht.
"Mädchen, die heute auf die Welt kommen, werden im Schnitt bereits 82 Jahre alt."
"Gründe für diese Entwicklung nennen die Statistiker auch: Der Rückgang der Kindersterblichkeit und der späterer Tod älterer Menschen führen zu den neuen Zahlen."
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Das für den Moment mag stimmen, aber die Hochrechnung auf die Zukunft ist doch äußerst abstrus, weil alle zukünftigen Einflüsse auf die Gesundheit VÖLLIG unbekannt sind.
In der Zeitmaschine gesessen ?
Wieso 2 Jahre?
Aus dem Artikel:
"Laut der jüngsten Erhebung werden neugeborene Jungen im Schnitt 77 Jahre und sechs Monate alt, neugeborene Mädchen 82 Jahre und sieben Monate. Damit die Lebenserwartung beider Geschlechter innerhalb eines Jahres weiter gestiegen: um einen Monat bei den Mädchen und um zwei bei den Jungen."
Ich denke, dass bei diesem 1 bis 2 Monaten es schon eine Rolle spielt, wenn der Großteil der potentiellen Neugeborenen mit Gendefekten und vorprogrammierter geringerer Lebenserwartung bereits vorher "aussortiert" wird.
"Die Weiterentwicklung der Pränataldisgnostik und die dadurch immer mehr zur gängigen Praxis gewordenen Entscheidung, Kinder mit Gendefekten abzuteiben. "
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Da muss aber geradezu ein Abschlachten stattfinden, wenn man bei rund 80 Mio Menschen das Durchschnittsalter um - sagen wir - zwei Jahre zu erhöhen...
Ein Grund für die gestiegene durchschnittliche Lebenserwartung, der gerne schamhaft verschwiegen wird:
Die Weiterentwicklung der Pränataldisgnostik und die dadurch immer mehr zur gängigen Praxis gewordenen Entscheidung, Kinder mit Gendefekten abzuteiben.
Es werden immer weniger Menschen geboren, die z.B. das Down-Syndrom haben und dadurch den Durchschnitt "nach unten drücken" können.
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