"Das führt in den Sumpf": Ein Theologe fordert von Eltern, ihren Kindern die Wahrheit über das Christkind zu sagen. Wunschzettel schreiben ist aber in Ordnung.
Der Glaube an das Christkind gehört für Kinder zur Weihnachtszeit - allerdings sollten Eltern nach Auffassung eines Theologen ihrem Nachwuchs sagen, was wirklich dahintersteckt.
Bringt gar keine Geschenke: das Christkind. Im Bild Johanna Heller, das Christkind des Nürnberger Christkindlesmarktes. (© Foto: dpa)
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"Religion darf nicht mit Täuschung und Lüge in Verbindung gebracht werden", sagte der wissenschaftliche Referent Michael Schnabel des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München in einem Gespräch mit der Agentur dpa. "Das Christkind - das sagt man den Kindern - bringt die Geschenke. Aber die Kinder sollten wissen, dass das ein Spiel ist." Eltern sollten den Kleinen daher sagen, dass in Wirklichkeit die Erwachsenen die Päckchen unter den Weihnachtsbaum legen.
Nach Ansicht des Katholiken bringt es große Schwierigkeiten mit sich, wenn Eltern ihren Sprösslingen die Mär vom Christkind erzählen, auch wenn es ein Symbol für die Geburt Jesu ist. "Dann kommt man in verschiedene Problematiken herein, die immer mehr in den Sumpf führen." Auch dass der mit einer Rute ausgestattete Nikolaus oft zur Bestrafung unartiger Kinder herhalten muss, hält der Theologe für unglücklich: "Religiöse Dinge sollten nicht mit Strafen verbunden sein."
Vielmehr sei es eine Schwäche der Eltern, wenn "sie nicht in der Lage sind, dem Kind auf andere Weise etwas beizubringen und es dann auf den Weihnachtsmann oder den Nikolaus schieben".
Wunschzettel ist in Ordnung
Angesichts der Geschenkeflut in vielen Wohnzimmern appellierte Schnabel an Familien, über Wünsche offen zu sprechen. "Wünsche bedeuten für Kinder eine Sehnsucht nach etwas. Dennoch können die Eltern auch ein bisschen steuern, dass die Wünsche nicht ins Unendliche wachsen." Dies sei vor allem dann wichtig, wenn die Mädchen und Jungen wissen, dass nicht das Christkind die Päckchen bringt, sondern die Erwachsenen dahinter stehen.
Das Schreiben eines Wunschzettels hingegen befürwortet der Theologe. "Man legt den Wunschzettel vors Fenster, damit ein Engel ihn mitnehmen kann." Auch wenn Kinder das nicht glaubten, fördere es "die Kreativität, die Spiritualität und die Mystik des Kindes".
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(Angelika Röpcke, dpa/pfau/cag)
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Au Backe! Da hab ich meine Kinder wohl alle vier für ihr Leben geschädigt, die haben nämlich ganz gerne ans Christkind glauben wollen. Es war so schön geheimnisvoll und mystisch, fast wie der Engel, der den Wunschzettel mitnimmt...
Wahrscheinlich haben es die Eltern von Herrn Schnabel einfach versäumt, ihm die Weihnachtszeit dergestalt zu versüßen und haben ihm vom ersten Lebenstag an die kalte Wahrheit erzählt, und jetzt fehlt ihm die ganze Kreativität und Spiritualität oder er gönnt sie anderen nicht.
Hm. Hat der Mann überhaupt eigene Kinder?
"Religion darf nicht mit Täuschung und Lüge in Verbindung gebracht werden"
Oha, das hätte man mal den Zusammenstellern der Bibel erzählen sollen...
"Religiöse Dinge sollten nicht mit Strafen verbunden sein."
Fein, dann kann also nun jeder sündigen wie er will und keiner kommt mehr in die Hölle. Es gibt ja keine Strafen mehr.
Jaja... die lieben Theologen.
Manchmal fragt man sich wirklich, ob die Herren Theologen nichts bessers zu tun haben, als irgendwelche Ergüsse kurz vor der Weihnachtszeit von sich zu geben. Wie schon von fast allen hier festgehalten:
Was ist das denn für eine Logik, meinem Kind zu sagen, es gäbe kein CHRISTkind, dafür holen aber die Engel die Wunschzettel. Sehr Sinnfrei, wenn die Kinder dann denken, die Engel bringen den Eltern diese Zettel, weil das himmlische Kind existiert ja nicht. Darüber hinaus:
Wo liegt das Problem? Warum dürfen Kinder nicht an ein solches Christkind glauben? Ist es nicht immer das Bestreben der Kirche, dass die Jugend und auch die Kinder wieder wissen, was an Weihnachten passiert ist? Und das Christkind verkörpert nunmal Jesus.
Wirklich... Wenn ich soetwas lese, dann platzt mir der Kragen. Diese Scheinheiligkeit auch im Bezug auf die Lügen sind wirklich kaum auszuhalten!
Pfui Herr Schnabel!
Hallo Christentum .... Guter Witz ... ;o)))
Und dann setz Schnabel noch einen drauf:
"Religiöse Dinge sollten nicht mit Strafen verbunden sein." Und noch Mal: Hallo Christentum ...
Wenn's nicht so traurig wäre, wäre es ein guter Joke ...
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