Auch von Minusgraden lassen sich Jogger nicht abschrecken. Müssen sie auch nicht, wenn sie einiges beachten.
Auch wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, möchten viele auf das Joggen nicht verzichten. Der Sport in der dunklen Jahreszeit ist oft ein guter Ausgleich zur Arbeit und eine Möglichkeit, zumindest ein wenig frische Luft zu bekommen.
Vor dem Laufen über Eis und durch Schnee sorgfältiges Dehnen nicht vergessen! (© Foto: iStockphotos)
Anzeige
Gerade bei niedrigen Temperaturen sollten Läufer aber einige Hinweise beachten, damit die sportliche Betätigung dem Körper nicht schadet - denn Verletzungsgefahr und Erkältungsrisiko sind im Winter besonders groß. Bevor sich der Läufer in die Kälte begibt, passt er am besten seine Kleidung den Temperaturen an.
"Die Materialien sollten atmungsaktiv sein, um einen Wärmestau zu vermeiden", erklärt Prof. Jürgen Metz vom Verband für Sportmedizin und Prävention Baden-Württemberg in Heidelberg. Kunststofffasern seien hier besser als Baumwolle, da sie sich nicht mit Schweiß vollsaugen.
Nicht ohne Mütze
Das senke das Risiko, durch einen schweißnassen Rücken eine Erkältung zu bekommen. Prof. Winfried Banzer vom Institut für Sportmedizin an der Universität Frankfurt empfiehlt das "Zwiebelschalen-Prinzip" - also viele dünne Kleidungsschichten.
"Mütze und Stirnband gehören bei kaltem Wetter auch mit dazu", ergänzt Metz. Auf Handschuhe sollte der Jogger nur verzichten, wenn er besonders viel schwitzt. An den gut durchbluteten Fingern kühle er nämlich stark aus, weil durch die große Hautoberfläche besonders viel Wärme abgegeben wird. Auch das Dehnen der Muskeln darf nicht zu kurz kommen.
"Je kälter es ist, umso langsamer reagiert der Körper", erklärt Metz. Deshalb sei es wichtig, sich ausreichend zu stretchen und die Muskeln zu lockern. Läufer sollten sich aber nicht zu lange im Freien dehnen, sondern etwa auf den Hausflur zurückgreifen, sagt Banzer.
Läuft der Jogger auf Eis oder Schnee, lohne im Voraus außerdem ein propriorezeptives Training, das die Bänder und Kleinstmuskeln dehnt, erklärt Dirk Hohwaldt vom Institut für Sport- und Bewegungsmedizin in Hamburg. Das senke beim Laufen das Verletzungsrisiko.
"Eine klassische Übung ist zum Beispiel das Zähneputzen auf einem Bein." Ebenso wichtig wie die richtige Vorbereitung ist aber auch der Abschluss des Trainings. "Der Jogger sollte mindestens eine Minute auslaufen, damit die Muskeln nicht verhärten", erklärt Metz.
Auf der nächsten Seite: Warum man sich den Endspurt sparen sollte
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
- Ultra-Trailrunning am Mont Blanc Die Lust am Limit 29.08.2008
- Lauftipps für den Winter Glatt gelaufen 08.12.2008
- Marathon Rauchen und laufen? 30.09.2008
- Joggen Das Lauftier muss Gassi gehen 12.04.2010
- Typologie der Jogger Schwitzen, schwatzen, schweifen 09.04.2010
- Wie fühlt sich das an? Als Schnellster durch tiefen Matsch 22.03.2010
- Joggingschuhe Ufos für den Fuß 21.03.2010
Und wieder wird ein alter Mythos transportiert: durch Frieren holt man sich keine Erkälgung! Umgedreht, hat man eine Erkältung, friert man deswegen. Gibt´s jede Menge Studien zu.
Timing: Das Stretchen sollte erst dann gemacht werden, wenn die Muskeln warm sind, nicht vor dem Laufen. Machen meiner Beobachtung nach die meisten Jogger auch richtig.
Das einbeinig Zähneputzen ist gut, kann man auch im Zug probieren (ohne Zähneputzen...)
Ein Artikel, der bahnbrechende Erkenntnisse der Sportwissenschaften in gekonnter Form präsentiert. Viel besser als irgendwelcher selbstverständlicher Murks der nur die Seiten füllen soll!
...wär nicht gut.
... bei Schnee gar nicht laufen?