Gerhard Schröder über Russland "Putin hat nie versucht, mich über den Tisch zu ziehen"

Gerhard Schröder Anfang Juni in seinem Büro in Hannover.

(Foto: Mario Wezel)

Vor 75 Jahren begann der deutsche Überfall auf die Sowjetunion. Der Vater des früheren Bundeskanzlers fiel in dem Krieg, der bis heute nachwirkt.

Interview von Joachim Käppner und Christian Mayer

Er empfängt in seinem Anwaltsbüro in Hannover. Gerhard Schröder, 72, hat nichts von seiner Präsenz verloren. Anekdotenreich und bestens vorbereitet spricht der Altkanzler über Geschichte: den deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 75 Jahren - und sein persönliches Verhältnis zu den Russen. Und Schröder weiß genau, wo die heiklen Punkte liegen

SZ: Herr Schröder, vor 75 Jahren begann auf Befehl Hitlers der Überfall der Deutschen auf die Sowjetunion, der Anfang eines brutalen Vernichtungskrieges. Wann haben Sie begonnen, sich für Russland ...