Schwedischer Krimiautor Henning Mankell an Krebs erkrankt

Henning Mankell auf einem Archivbild aus dem Jahr 2009.

In einem Artikel für die schwedische Zeitung "Göteborgs Posten" hat Krimiautor Henning Mankell seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Der Schöpfer der Krimifigur Kurt Wallander will in einer Kolumne über seinen Kampf gegen die Krankheit berichten.

Der schwedische Theaterregisseur und Schriftsteller Henning Mankell ist an Krebs erkrankt. Anfang des Jahres seien Tumore in seiner Lunge und seinem Nacken gefunden worden, berichtet Mankell in der Zeitung Göteborgs Posten. Die Ärzte hätten die Befürchtung, der Krebs könne sich bereits ausgebreitet haben.

"Meine Angst ist sehr groß, aber ich kann sie im Großen und Ganzen unter Kontrolle halten", schrieb Mankell.

Er habe sich entschieden, die Krankheit öffentlich zu machen und über seinen Kampf dagegen zu berichten, schreibt Mankell weiter, es handle sich schließlich um ein Leiden, das "so viele Menschen" betreffe. Die Erkrankung sei entdeckt worden, als er sich wegen Verdachts auf einen Bandscheibenvorfall von einem Orthopäden untersuchen ließ. Die Diagnose habe ihn schwer getroffen.

Henning Mankell hat durch seine Romane über den in sich gekehrten, brummigen Kommissar Kurt Wallander Berühmtheit erlangt. Viele weitere Romane des 65-Jährigen wurden ebenso für das deutsche Fernsehen verfilmt, zum Beispiel "Kennedys Hirn" (2004, mit Iris Berben und Heino Ferch) oder "Der Chinese" (2011, mit Suzanne von Borsody, Mikael Nyqvist, Claudia Michelsen).