Wir waren uns darüber einig, dass eine Untersuchung der Intelligenz ethnischer Gruppen heutzutage absolut tabu ist, und das nicht ohne Grund. Eine Untersuchung des Intellekts von Juden ist gesellschaftlich vertretbar, weil es darum geht, einer positiven Eigenschaft, nämlich der Intelligenz, auf den Grund zu gehen. Aber eine Untersuchung, die der Dummheit einer ethnischen Gruppe auf den Zahn fühlt, ist vollkommen inakzeptabel.

Buergermeister von Fischereiorten protestieren gegen EU-Quotenplaene Bild vergrößern

Gene? Alles Quatsch. Es liegt natürlich am Hering. Genauer: an der Heringsgräte. (© ddp)

Anzeige

Wir lehnen es ab, mögliche Unterschiede zwischen Rassen und Ethnien festzustellen - wir sind als Menschen alle gleich und gleichwertig, so die herrschende Auffassung. Ich finde nach wie vor, dass wir es dabei belassen sollten, obwohl offensichtlich ist, dass es an US-amerikanischen Universitäten von Asiaten und Juden wimmeln würde, wenn es keine zielgerichtete Zulassungspolitik auf Grundlage der "Diversität" gäbe. Na gut. Nur nicht zu viel darüber nachdenken. Mir soll's recht sein.

Dr. Sarrazin fragte mich dann, ob mir auch dumme Juden bekannt seien. Mehr als genug, antwortete ich. "Das heißt also, diese amerikanische Untersuchung lässt die dummen Juden außer Betracht?", fragte Sarrazin.

Wie gesagt, das Buch von Cochran und Harpending war damals noch nicht erschienen, ich hatte nur irgendwo einen Artikel darüber gelesen. Ich wusste aber schon, dass die Studie umstritten war.

"Ich kenne so viele dumme Juden, dass ich bezweifle, dass diese amerikanischen Forscher recht haben", antwortete ich.

"Und dennoch sind Juden klug", sagte er. "Klüger als Nichtjuden. Warum? Die Juden sind ein kleines Volk, aber sie haben fast ein Viertel aller Nobelpreise bekommen. Wie ist das zu erklären?"

Mir wurde etwas unbehaglich bei diesen Fragen. Ich kannte nämlich die Antwort, die Juden aber streng vor der Außenwelt geheim halten. Sarrazin bohrte weiter, über den Tisch des Erste-Klasse-Wagens der DB gebeugt, Versessenheit im Blick.

Nach einigen Minuten gab ich nach, vorsichtig, zögernd: "Wer sagt mir, dass Sie mit dem, was ich Ihnen erzähle, nicht sofort an die Öffentlichkeit gehen? Es handelt sich um ein altes Geheimnis, Herr Sarrazin."

Er zog ein Blatt Papier aus seiner Aktentasche und schrieb mit einem wertvollen Montblanc-Füllfederhalter darauf: "Der Unterzeichnende, Thilo Sarrazin, erklärt, dass er nichts von dem, was ihm Herr Leon de Winter am 21. April 2005 erzählt hat, öffentlich machen wird. Bei jeder Zuwiderhandlung ist ein Bußgeld von einer Million Euro zu zahlen." Er schrieb das Datum darunter und unterzeichnete. Ich auch. Ich habe das Dokument in meinem Besitz.

"Gut", sagte Sarrazin, "jetzt erzählen Sie, warum seid Ihr Juden so viel klüger als unsereins? Ist das genetisch bedingt? Liegt es am koscheren Essen? Was ist das Geheimnis Eures Intellekts?"

Ich deutete auf das unterzeichnete Papier: "Sie haben sich zur Geheimhaltung verpflichtet." Sarrazin nickte: "Das bleibt unter uns. Mein Versprechen nicht einzuhalten, käme mich viel zu teuer. Sie glauben nicht an die These der amerikanischen Forscher von der genetischen Veränderung?"

Ich schüttelte den Kopf: "Nein. Ich kenne die Wahrheit. Ich bin selbst Jude, wie Sie wissen, und daher weiß ich, dass wir untereinander eine ganz andere Erklärung für das große Rätsel unseres jüdischen Intellekts haben."

Lesen Sie weiter auf Seite 3, wie viel Sarrazin das Geheimnis wert war.

Sie sind jetzt auf Seite 2 von 3 nächste Seite

  1. Das Geheimnis der jüdischen Intelligenz
  2. Sie lesen jetzt Gibt es auch dumme Juden?
  3. Verschenken geht nicht
Leser empfehlen