Iran Iranischer Frühling oder Blutvergießen

Die Proteste begannen in der Provinz, aber sie haben die Hauptstadt erreicht. Studenten auf dem Universitätsgelände in Teheran, 30. Dezember 2017.

(Foto: AFP)

Der Schriftsteller Amir Hassan Cheheltan aus Teheran über das verknöcherte System der Islamischen Republik und die geringen Chancen des Aufstands.

Interview von Tomas Avenarius und Sonja Zekri

Fast zwei Wochen dauern die Proteste in Iran schon an, und das Bild wird kaum klarer: Auf den Straßen treten Aufständische, Regime-Loyalisten und nun auch noch die gefürchteten Revolutionsgarden, die Pasdaran, gegeneinander an. Ist dies der "Iranische Frühling"? Kann der Aufstand das Mullah-Regime ins Wanken bringen? Der iranische Schriftsteller und Ingenieur Amir Hassan Cheheltan kommentiert die politischen Erschütterungen seines Landes seit Jahren. Seine Analyse am Telefon aus Teheran ist nüchtern, wenn auch nicht hoffnungslos.

SZ: Wie ist die Lage in ...