Im Kino: A Nightmare on Elm Street Handarbeit

Die Stahlklauen funkeln wieder: Das Kinotraummonster Freddy Krueger kehrt in die Elm Street zurück, böser und verführerischer denn je.

Von Fritz Göttler

Das N in der Leuchtschrift an der Fassade des Springwood Diner hat einen Wackelkontakt. Das müde Orange der Neonbuchstaben quillt blinkend in den Speiseraum hinein, taucht ihn in ein dumpfes, irgendwie infernalisches Licht.

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Wenn Freddy Krueger seine stählerne Hand ins Spiel bringt, ist er ein Kinder-, aber auch ein Zivilisationsverderber.

(Foto: Foto: Filmverleih)

Keine Gäste sind im Diner, nur Dean hockt an einem Tisch. Er will wohl Kaffee nachgeschenkt haben, aber die Kellnerin geht ohne auf seine Rufe zu reagieren an ihm vorbei, verschwindet in der Küche. Dort lodern, wenn Dean ihr nachgeht, gewaltige Feuer unter den Töpfen, und Schweineköpfe liegen zur Weiterverarbeitung bereit. Die Kellnerin ist verschwunden.

Die Menschenleere eines Traums, eines Albtraums, der - das dürfte heute jeder wissen, selbst wenn er keinen einzigen der zahlreichen Elm-Street-Horrorfilme gesehen hat - tödlich enden wird. Der Schlaf als kleiner Bruder des Todes - die schreckliche Angst, die in uns schlummert, dass wir nicht wirklich wissen, wohin wir uns begeben, im Schlaf, im Tod. Von Anfang an hat das Kino von dieser Angst ganz schön profitiert.

Ja, Dean ist eingenickt im Diner, die Kellnerin weckt ihn und tadelt ihn milde, als sie ihm Kaffee nachschenkt. Im Albtraum aber hat er das unheimliche Traummonster Freddy Krueger getroffen und ist von seiner Stahlkralle markiert worden, im Handteller, den man sonst nur den Wahrsagerinnen und Propheten öffnet. Er nimmt ein Zeichen mit in die wirkliche Welt.

Lesen Sie weiter auf Seite 2, welche Handarbeit Freddy Krueger diesmal verrichtet.