Helene Hegemann schlägt zurück: In einem Beitrag für die Wochenzeitung Die Zeit teilt die mit Plagiatsvorwürfen konfrontierte Autorin gegen ihre Kritiker aus - mit drastischen Worten.
Nachdem in den vergangenen Wochen und Monaten zwar sehr viel über sie aber kaum etwas von ihr zu hören war, meldet sich nun Helene Hegemann mit einem Text in der Wochenzeitung Die Zeit zu Wort. Die wegen Plagiatsvorwürfen heftig angegriffene Autorin kritisiert in dem Text nun ihrerseits ihre Kritiker: "Mir wurde moralisch falsches Handeln vorgeworfen, in Artikeln, die die Moral selbst diskreditierten", schreibt Hegemann.
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Die zielen mit Dartpfeilen auf mich: Helene Hegemann rechnet mit ihren Kritikern ab. (© Foto: ddp)
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Diese Texte seien von Menschen verfasst worden, "denen es augenscheinlich nicht um recherchierte Informationen ging, sondern darum, eimerweise Scheiße über mir auszuschütten". Die Plagiatsvorwürfe seien zum Anlass genommen worden, sie nicht ernst zu nehmen. Hegemann hatte in ihrem Roman Axolotl Roadkill Passagen aus dem Roman Strobo des Bloggers Airen ohne Quellenangabe übernommen. Vor dem Aufkommen der Vorwürfe war das Werk von den Kritikern hochgelobt worden.
Auch sonst bedient sich Hegemann in ihrem Text eines durchaus drastischen Vokabulars. Gleich zu Beginn stellt sie klar: "Ich setze mich hier also nicht hin, um in den letzten brauchbaren Wogen irgendeines gelangweilten Presseexzesses noch mal meine Außenwirkung zu glätten und zu schreien: Ich bin cool, ich war schon mit 14 im Berghain, ihr seid alle Wichser."
Für die inzwischen 18-jährige Hegemann habe sich, so heißt es in ihrem Text, die Diskussion zu einem Machtkampf entwickelt, den sie von vornherein aufgeben müsse: "Alles, was ich sage, so differenziert ich es auch versuche auszudrücken, wird zu dem Futter einer Meute übelgelaunter Menschen, die daraus machen, was sie wollen, und währenddessen mit Dartpfeilen auf in ihrem Büro angebrachte Fotos von mir zielen", so Hegemann. "Das muss man ausblenden und mit Fassung tragen."
Unter der Überschrift "An meine Kritiker" verteidigt sich die Autorin außerdem erneut gegen den Vorwurf des Plagiats. Es gehe insgesamt lediglich um eine von 206 Buchseiten. Zudem habe sie die Stellen nicht abgeschrieben, sondern "modifiziert in einen komplett anderen Kontext gesetzt".
(dpa/ddp/sueddeutsche.de/kar/bgr)
Heute schon gefurzt??!
Ja, recherchiert hat sie schon. Aber das eimerweise und eimerweise abgeschrieben. Das alles hätte viel, viel mehr Kübel verdient. Soll doch froh sein, dass das jemand kauft. Kommt nur alle paar Jahrhunderte vor.
Also schnell weiter machen mit der Schmiere, bevor sich der Volksgeschmack ändert !
Ich hab zwar nur die Überschrift gelesen, aber ich kann Helene nur zustimmen.
Sie hat doch ihren "Roman" gemeint, oder?
Für meine Begriffe hat nicht Helene Hegemann den "Schwarzen Peter" verdient, sondern das deutsche Feuilleton, das sich mit seinen Wechselbädern zu Hegemanns Werk ordentlich blamiert hat. Die Plagiatsvorwürfe haben da nur eine Alibifunktion. Gut, Hegemann hat geklaut, oder meinetwegen auch "intertextiert". Aber wenn man mal genau hinschaut und vergleicht, was denn nun in ihrem Buch "gefremdet" war, dann stellt man fest, dass es sich mehr oder minder um einige Seiten Wortklau und keineswegs um Ideenklau handelt. Aber weil das Feuilleton merkte, dass es mit seinem anfänglichen Hype ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen war - denn es gab ja auch ein paar renommierte harte Kritiker - so war der Klau ein willkommener Anlass, nicht nur das Buch von Hegemann, sondern auch sie selbst, bildhaft gesprochen, zu zerreißen und Unschuld heischend seine Hände zu erheben. Keine sachliche Auseinandersetzung also, sondern ein armseliges Abtauchen, nachdem man offenbar auf dem falschen Fuß erwischt worden war. Für mich ist HH nach wie vor eine hochtalentierte, noch etwas verwilderte junge Autorin, die ihren eigenen Weg finden wird.
kurz davor, die Restauflage in die Resterampe zu verramschen oder wozu dient dieser verkrampfte Versuch, sich wieder ins Gespräch zu bringen, ohne irgendetwas (neues) zu sagen zu haben?
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