Englische Literatur Sekt, Blitz und Society

"Er besaß eine Art natürlicher Eleganz...": Anthony Powell in seinem Haus in Somerset.

(Foto: mauritius images / Alamy)

Endlich auch auf Deutsch: Anthony Powells großer Romanzyklus "Ein Tanz zur Musik der Zeit" lässt das England der Jahre von 1910 bis 1970 wieder auferstehen.

Von Michael Maar

Es ist eine Frechheit von Evelyn Waugh, von seinem Jugendfreund Anthony Powell zu sagen, er sei viel vergnüglicher als der französische Autor, mit dem Powell so oft verglichen werde. Proust-Beleidigung ist Gottesbeleidigung, aber davon abgesehen: viel Vergnüglicheres als Powells "A Dance to the Music of Time" gibt es in der Romanliteratur des letzten Jahrhunderts wohl wirklich nicht.

Anthony Powell, 1905 als Sohn eines Oberstleutnants aus einer Familie von kleinen Gutsbesitzern in Westminster geboren, schrieb vor dem Zweiten Weltkrieg Drehbücher, wenig ...