Dirigent Simon Rattle im Interview "Nur Fußballtrainer sind noch mysteriöser als Dirigenten"

Sir Simon Rattle, 61, im Foyer der Philharmonie in Berlin.

(Foto: Oliver Helbig)

Wie haben Sie die 14 Jahre in Deutschland verändert? Welche Musik würden Sie Donald Trump vorspielen? Kann man ein großer Musiker sein, ohne an Gott zu glauben? Vorletzte Fragen an den Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker Simon Rattle, ehe er zum London Symphony Orchestra wechselt.

Von Tobias Haberl

SZ-Magazin: Welche Musik würden Sie Wladimir Putin vorspielen, um einen besseren Menschen aus ihm zu machen?

Sir Simon Rattle: Ich befürchte, dafür ist es zu spät. Ich glaube nicht, dass man ihn durch Musik ändern kann.

Ist Donald Trump noch mit Musik zu retten?

Schwierig, weil es kein klassisches Musikstück gibt, das von ihm handelt, und ihn alles andere zu langweilen scheint. Ich wäre aber gar nicht fähig, für ihn Musik zu machen.

Es gibt auch wunderbare Menschen, die mit ...