Deutsche Oscar-Einreichung "Barbara" geht ins Rennen um die Oscars

Das DDR-Drama "Barbara" von Christian Petzold hat sich in der Auswahl für den deutschen Oscar-Beitrag durchgesetzt. Der Spielfilm über eine ostdeutsche Ärztin nimmt am Wettbewerb um den Preis für den besten nicht englischsprachigen Film teil.

"Barbara" wird im nächsten Jahr für Deutschland bei den Oscars an den Start gehen. Das DDR-Drama von Christian Petzold nimmt am Wettbewerb in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Spielfilm" teil. Das entschied eine neunköpfige Jury am Donnerstagabend, wie German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, mitteilte.

Das DDR-Drama ´Barbara" von Christian Petzold geht im kommenden Jahr für Deutschland ins Rennen um die Oscars.

(Foto: dpa)

"Der Film "Barbara" überzeugt durch seine große formale Klarheit und eine starke Frauenfigur, die im Widerspruch zwischen individueller Freiheit und sozialer Verantwortung ihre persönliche Entscheidung trifft", begründete der Jury-Vorsitzende Stefan Schubert die Wahl. "Barbara" wurde beim Deutschen Filmpreis 2012 bereits mit der Silbernen Lola ausgezeichnet, Petzold bekam bei der Berlinale den Silbernen Bären für die Beste Regie.

Die 1300 Mitglieder der Deutschen Filmakademie entscheiden jedes Jahr darüber, wer den "Deutschen Filmpreis" erhält, doch die Vorauswahl des möglichen deutschen Vertreters bei die Oscar-Verleihung für den besten fremdsprachigen Film fällt an anderer Stelle.

Zuständig ist hier die German Films Service + Marketing GmbH (kurz: German Films), die den weltweiten Export deutscher Filme unterstützt. Die German Films arbeitet mit den Veranstaltern von Filmfestivals zusammen, unterstützt die Filmwirtschaft auf internationalen Film- und Fernsehmessen und berät Produktionsgesellschaften bei Exportfragen.

Auch die Auswahl des deutschen "Shooting Stars des europäischen Films", der jedes Jahr auf der Berlinale präsentiert und ausgezeichnet wird, fällt in die Verantwortung von German Films.