Am liebsten ist ihm der Elefant, er sticht aber auch Vögel, verästelte Blätter und Blumen oder Totenköpfe. Klassische Tattoo-Objekte also, die man anderswo meist gröber gezeichnet findet, bunt ausgemalt oder zumindest grau schattiert. Hirsch, der sich vom Pointillismus (Punktierstil) der vorletzten Jahrhundertwende beeinflusst sieht, füllt Flächen, wenn überhaupt, mit Tausenden winzigen Punkten. Diese Technik ist beim Tätowieren als Dotwork bekannt.

Wie Wachob ist er überzeugt, dass ohne das gelernte Handwerk diese Art von Kunst kaum möglich sei. "Für mich war es wichtig, bestimmte Grundlagen des Tätowierens zu beherrschen, bevor ich mich auf das konzentrierte, was ich heute mache", sagt er. "Ich musste erst lernen, wie man eine schwarze Linie sticht, bevor ich mich entscheiden konnte, sie wegzulassen", sagt Wachob.

Bild: Gestalten 14. Dezember 2012, 08:232012-12-14 08:23:07 © Süddeutsche.de/cag/pak/rus