Berliner Schauspielerin Ingeborg Westphal ist tot

Im Kino war sie in Filmen wie "Elementarteilchen" oder "Das Leben ist eine Baustelle" zu sehen, im Fernsehen in "Stubbe" oder "Polizeiruf". Ihre Karriere begann in der DDR. Wie ihre Künstleragentur nun mitteilte, starb Ingeborg Westphal am vergangenen Samstag.

Die Schauspielerin Ingeborg Westphal ist tot. Sie sei unerwartet bereits am vergangenen Samstag verstorben, teilte ihre Künstleragentur am Freitag in Berlin mit. Zur Todesursache wurden keine Angaben gemacht. Um ihr genaues Alter hatte die gebürtige Berlinerin immer ein Geheimnis gemacht, als Geburtsjahr gilt 1951.

Westphal wuchs als fünftes von sechs Kindern im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg auf. Ebenfalls in Ost-Berlin startete sie auch ihre Karriere. Bereits mit 13 Jahren stand sie im Kinder- und Jugendtheater auf der Bühne. Nach dem Abitur absolvierte Westphal die renommierte Ernst-Busch-Schule. Es folgten Theaterengagements in Meiningen und Halle sowie zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen der DDR.

Nach ihrer Übersiedlung aus der DDR in den Westen ging Westphal nach Mannheim. Nach Engagements an Theatern in Heidelberg und in Köln zog sie wieder nach Berlin um - diesmal für immer.

Seit Mitte der 1980er Jahre war Westphal auch im Westen nicht nur auf Bühnen, sondern auch in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen zu sehen.

Westphal spielte im Laufe der Zeit in TV-Serien wie "Inga Lindström", "Stubbe - Von Fall zu Fall", "Bella Block" und "Polizeiruf 110". Sie trat in Kinofilmen wie Matti Geschonnecks DDR-Komödie "Boxhagener Platz", Dominik Grafs "Der rote Kakadu", Wolfgang Beckers "Das Leben ist eine Baustelle" und Oskar Roehlers "Elementarteilchen" auf.

Auch mit Regisseuren wie Andreas Kleinert, Vivian Naefe und Michael Verhoeven arbeitete Westphal. Für ihre Rolle in dem Spielfilm "Kammerflimmern" wurde sie 2005 für den Deutschen Filmpreis als beste Nebendarstellerin nominiert. Ihre letzte große Kinorolle spielte Westphal als Oma Rosemarie in Andreas Arndstedts Familiendrama "Die Entbehrlichen".

Anmerkung der Redaktion: In einer älteren Version dieses Artikels wurde der Titel des Films "Die Entbehrlichen" falsch angegeben. Wir bitten dies zu entschuldigen.