Afrika im FilmIrgendwo in Afrika

Gleißende Sonne über der Steppe, eine Gazelle an der Wasserstelle, eine blonde Europäerin schnuppert an roter Erde - das Afrikabild im Film ist voller Klischees. Drei Kategorien, wie Hollywood und deutsche Filmemacher den Kontinent sehen.

Die gleißende Sonne über der Steppe, eine Gazelle an der Wasserstelle, eine blondschopfige Europäerin schnuppert versonnen an roter Erde: Das Afrikabild in Kinoproduktionen ist meist recht ähnlich - und voller Klischees.

Das Wissen des durchschnittlichen Europäers über den schwarzen Kontinent dürfte sich im Wesentlichen auf zwei Aspekte beschränken: Landschaftlich ist es dort ziemlich schön (wilde Tiere und so) - die Situation der Menschen dort (Armut, Aids, Gewalt) ist weniger idyllisch.

Anhand dieser dürftigen Kenntnisse über den Kontinent mit den immerhin 53 Staaten lassen sich auch schon die Afrika-Filme der letzten Jahrzehnte in drei Kategorien unterteilen: Das Prinzip der ersten Kategorie ist einfach: Weiße Frau (mit oder ohne Gatte) wird von widrigen Umständen unterschiedlicher Art nach Afrika getrieben, versucht sich dort ein Leben aufzubauen - und kommt erst unter der afrikanischen Sonne wirklich zu sich selbst. Die Mutter aller Afrika-Romantik-Filme ist natürlich Jenseits von Afrika aus dem Jahr 1985. Meryl Streep (hier im Bild mit Klaus Maria Brandauer) spielt darin ...

15. Juni 2010, 10:022010-06-15 10:02:45 © sueddeutsche.de/kar