Typologie der Kollegen – Das Küchenferkel

Woran man es erkennt: Hinweisschilder à la "Küche bitte sauber halten" lassen es kalt. Angebrochene Jogurtbecher, halbleere Wurstpackungen und längst gärende Fruchtsäfte sind Hinterlassenschaften des Küchenferkels im Gemeinschaftskühlschrank. Vor dem Mittagessen stellt das Küchenferkel seine erste Tasse - Kaffeesatz und Milchschaum sind bereits angetrocknet - in die Küche. Je nach Tagesform wird die Tasse wahlweise in die Spüle oder auf der Küchenplatte oberhalb der Spülmaschine, keinesfalls jedoch direkt in der Spülmaschine platziert.

Warum es nervt: Weil es das Büro in eine schmuddelige Studenten-WG verwandelt: Bringt das Küchenferkel zu Mittag etwas von zu Hause mit, vergisst es beim Aufwärmen in der Mikrowelle die Abdeckhaube. Noch Tage später zeugen Spritzer im Inneren der Mikrowelle von seinem Speiseplan.

Wie man ihm begegnet: Hat man eine eigene Lieblingstasse im Büro, sollte man diese außer Reichweite des Ferkels halten. Es könnte sonst sein, dass man sie eines Tages völlig verschmutzt hinter dem Drucker findet.

Bild: Mirko Raatz - Fotolia 31. Mai 2014, 10:272014-05-31 10:27:35 © Süddeutsche.de/dd/jobr/luk