In den Semesterferien steht für viele Studenten Büffeln statt Faulenzen auf dem Programm: Sie müssen Klausuren und Seminararbeiten schreiben. Wenn der Stress überhand nimmt, kann eine psychologische Beratung helfen.
Semester-Ende - was Außenstehenden wie der Anfang einer ausgedehnten Faulenzerzeit scheinen mag, ist für viele Studenten der blanke Horrors: Dozenten kennen bei der Abgabe von Arbeiten keine Gnade, Prüfungen stehen an, und der Stress nimmt immer weiter zu. Im Ernstfall wird so etwas dann ein Fall für die psychologische Beratung der Uni. Der Bedarf hierfür ist in den letzten Jahren jedenfalls stetig gestiegen.
Büffeln für Klausuren: Wenn sie im Studium Fehlentscheidungen treffen, droht häufig Ärger mit den Eltern. (© Foto: ap)
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"Die häufigsten Probleme der Studierenden, die in unsere Beratungsstellen kommen, sind Leistungsstörungen, mangelndes Selbstwertgefühl, depressive Verstimmung, Labilität, Prüfungsangst und allgemeine Ängste, außerdem Alkohol- und Cannabissucht", erläutert der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde. In jüngster Zeit sei auch exzessive Computer- und Internetsucht aufgefallen, wodurch das Studium und das soziale Umfeld in Gefahr geraten könnten.
Prüfungsangst und Entscheidungsprobleme
Mit solchen Themen ist auch Edith Püschel von der psychologischen Beratungsstelle der Freien Universität Berlin konfrontiert. Allerdings unterscheiden sich die Probleme der Studierenden je nach Jahreszeit voneinander, wie die Psychotherapeutin aus ihrer Berufspraxis berichtet. Gegen Semester-Ende haben es die Berater vor allem mit Terminstress, Prüfungsangst und Entscheidungsproblemen rund um Fachwechsel oder Studienabbruch zu tun. Während des Semesters und vor allem gegen Jahresende - wenn traditionell Bilanz gezogen wird - spielen Probleme rund um die Identitätsfindung, die Beziehung oder die Ablösung vom Elternhaus und generell depressive Symptomatiken eine größere Rolle.
Insgesamt bieten derzeit 44 der insgesamt 58 deutschen Studentenwerke eine psychologische Beratung an. Und die Studierenden nahmen das Angebot in den vergangenen Jahren immer öfter in Anspruch. Nach Angaben des DSW waren es im Jahr 2004 mehr als 16.000 Studierende, 2006 schnellte die Zahl auf 22.800.
"Studieren bis zum Umfallen" ist für immer mehr Hochschüler ein Problem, das das Studentenwerk an den seit einiger Zeit steigenden Zahlen von Burn-Out-Fällen festmacht. Depressionen, Angstattacken, Schlafstörungen und Magenkrämpfe seien hier die häufigsten Symptome. DSW-Generalsekretär Meyer auf der Heyde sieht den Grund für diese Entwicklung vor allem in der Umstellung der traditionellen Studienverläufe auf Bachelor- und Masterstudiengänge: "Die Studierenden haben Probleme mit den besonderen zeitlichen Anforderungen und den permanenten Leistungskontrollen." Oft könnten sie beides nicht unter einen Hut bringen.
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Zumindest als Ingenieur oder Naturwissenschaftler...
@Nastybol
wie spießig. machen sie meine "katastrophale Rechtschreibung" daran fest, dass ich konsequent alles kleinschreibe? meinen sie nicht, ich bin selber in der lage zu entscheiden, wie ich mich im privaten diskurs äußern möchte?
@301273
ich habe ja nicht behauptet, dass man einer fh weniger zu tun hat, sondern nur, dass es man an einer fh kontinuierlicher gefordert wird und nicht so flexibel in der gestaltung seines studiums ist, wie an der uni. die uni ist nicht so verschult und erfordert mehr eigeninitiative. der grundsätzliche unterschied zwischen uni und fh besteht ja auch darin, dass an der uni geforscht wird, während an der fh die lehre im vordergrund steht. deshalb hat man auch andere ansprüche an die studenten. zumindest in der theorie.
ich gebe lediglich zu bedenken, dass ein großteil der studenten meiner erfahrung nach nicht daran interessiert ist sich umfassend zu bilden, sondern vor allem eine adäquate berufsausbildung anstrebt und deshalb eigentlich an der fh am besten aufgehoben wäre. dies ist keine wertung, sondern eine tatsache. abbrecherquoten von 30% sprechen für sich. die uni ist von ihrer konzeption her für einen ganz bestimmten typus student gedacht und nicht für die masse derer, die zur zeit an den unis studiert. besonders deutlich wird dies in den geisteswissenschaften, wo die studienverpflichtungen traditionell eher gering sind und von den studenten viel eigenverantwortliches lernen gefordert wird.
@lead341:
Ja, Sie haben es erfasst, die Uni-Welt hat sich seitdem auf den Kopf gestellt, es ist nun absolut kein Vergnügen mehr, wenn man kein Masochist ist. Die Studierenden dürfen nun Gebühren dafür zahlen, dass ihr Studium kaputtreformiert wurde und die Bachelor-Programme wohl für Roboter mit Superhirn gemacht wurden.
Man sollte auch berücksichtigen, das auch das Studienfach eine Rolle spielt. Ich persönlich studiere Chemie, und durch Praktika und daraus resultierenden Protokollen, etc. hat man im Semester genug zutun. Da ist nix mit bis in die Nacht zocken und Party machen. Wenn man 10h im Labor steht und dann noch Protkolle schreibt, ist man froh wenn man um zehn ins Bett kann. Allerdings kann ich mir vorstellen das Studiengänge wie BWL, mehr Freiraum haben.
Und mal sonebenbei. Am Anfang des Semesters hat man noch keine Termine für Prüfungen. Das triftt viellei auf Mathe (Massenprüfungen) zu, aber gerade wenn man mündliche Prüfungen hat, weiß man das max erst einen 1Monat vorher. Profs haben ja auch noch was zutun.
mfg
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