Tipps für den Einkauf von Lachs Rosiges im Einkaufswagen

Lachs enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, aber auch oft Spuren von Antibiotika - als Folge der Massenproduktion.

(Foto: AFP)

Ansprechende Farbe, gesund und überhaupt: Man sollte ja eh jede Woche mindestens einmal Fisch essen. Viele greifen im Supermarkt zu Lachs. Doch wie erkenne ich, ob Antibiotika bei der Zucht verwendet wurde? Oder stammt er gar aus bedrohten Wildbeständen? Worauf Verbraucher achten sollten.

Von Maria Holzmüller

Mehr als 40.000 Artikel liegen in einem durchschnittlichen deutschen Supermarkt aus. Welche davon taugen etwas? Was nützt, was schadet der Gesundheit? Wie sinnvoll sind Bio-Nahrungsmittel und welche Werbefallen stellt die Lebensmittelindustrie dem Konsumenten? In regelmäßiger Folge bewerten wir hier weit verbreitete Lebensmittel für Sie. Teil 12: Lachs.

Er sieht mit seiner rosigen Farbe schön aus, schmeckt und ist auch noch gesund: Lachs enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die beispielsweise helfen, Herz- und Kreislauferkrankungen vorzubeugen, und er versorgt den Körper mit Jod und leicht verdaulichem Eiweiß. Bereits eine Portion von 150 Gramm deckt den täglichen Jodbedarf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt nicht zuletzt deshalb, ein bis zweimal die Woche Seefisch zu essen.

Ob frisch, als Steak, Filet oder tiefgefroren: Viele Verbraucher greifen angesichts dieser Empfehlung gerne zu Lachs. Was die Ökobilanz angeht, geraten sie dabei in ein Dilemma. "Das ist eine Empfehlung, die sich die Welt nicht leisten kann", sagt Britta Klein vom aid Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. "Wenn sich jeder daran hält, haben wir in kürzester Zeit keinen Fisch mehr irgendwo."

Allein für den Jodhaushalt sei derart häufiger Konsum von Seefisch zudem nicht mehr notwendig, meint Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. "Jod lässt sich inzwischen auch über andere Produkte wie Jodsalz aufnehmen." Und auch was die Omega-3-Fettsäuren angeht, gibt es Alternativen. In Anbetracht der Überfischung der Ozeane ist vielmehr der Griff zu Leinöl oder Hanföl ratsam, die beide sogar einen höheren Anteil an Omega-3-Fettsäuren aufweisen als Lachs.

Wichtig bleibt Lachs auf dem gesunden Speiseplan dennoch, auch als kalorienärmere Alternative zu Fleisch. Wer bewusst einkaufen will, sollte jedoch einiges beachten.

  • Woran erkenne ich, ob ein Fisch frisch ist?

Ein frischer Lachs in der Verkaufstheke hat möglichst klare, pralle Augen, eine glänzende Haut und festsitzende glatte Schuppen. Zudem sollte er nicht deutlich nach Fisch riechen. Drückt man mit dem Finger auf frischen Fisch, sollte die Druckstelle nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Bei Fischfilets ist darauf zu achten, dass die einzelnen Muskelsegmente nicht auseinanderklaffen.