Tipps für den Einkauf von Äpfeln Warum manche Äpfel gesünder sind als andere

Vitamingehalt, Geschmack, Ökobilanz: Was Kunden beim Einkauf von Äpfeln beachten können. 

(Foto: dapd)

Äpfel sind das beliebteste Obst der Deutschen. Sie sind gesund, schmackhaft und das ganze Jahr über erhältlich. Beim Einkaufen können Kunden eigentlich nichts falsch machen - oder doch? Was es beim Apfelkauf zu beachten gibt.

Von Maria Holzmüller

Mehr als 40.000 Artikel liegen in einem durchschnittlichen deutschen Supermarkt aus. Welche davon taugen etwas? Was nützt, was schadet der Gesundheit? Wie sinnvoll sind Bio-Nahrungsmittel und welche Werbefallen stellt die Lebensmittelindustrie dem Konsumenten? In regelmäßiger Folge bewerten wir hier weit verbreitete Lebensmittel für Sie. Teil 6: Äpfel

Äpfel sind das beliebteste Obst der Deutschen - durchschnittlich 20 Kilogramm kauft jeder Bundesbürger nach der AMI Marktbilanz 2012 im Laufe eines Jahres. Sie sind gesund, unempfindlich und beim Kaufen kann man nichts falsch machen - oder? Stimmt nur bedingt. Auch wenn es für den Verbraucher so aussieht, so ist Apfel nicht gleich Apfel. Doch worauf sollten Kunden beim Kauf von Äpfeln achten? Aus Verbrauchersicht gibt es einige Unterschiede:

  • Woran erkenne ich die Qualität eines Apfels?

Der erste Blick hilft im Supermarkt schon weiter. "Qualitativ hochwertige Äpfel sind prall, haben eine glatte Schale und weder Druckstellen noch Risse", sagt Bernhard Trierweiler vom Institut für Qualität und Sicherheit bei Obst und Gemüse am Max-Rubner-Institut. Derartige Mängel begünstigen die Bildung von Schimmelpilzen. Doch im Supermarkt sind sie selten, sagt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern: "Hier wird in der Regel nur noch erstklassige Ware angeboten." Sollte der Apfel leicht runzelig sein, deutet das auf eine falsche oder zu lange Lagerung hin, im Inneren wird er mit der Zeit mehlig.

Die optische Makellosigkeit der Äpfel im Supermarkt geht allerdings mit einer geschmacklichen Einschränkung einher. In der Regel stehen nur vier bis fünf Sorten zur Auwahl, und meist sind es immer die gleichen: Gala, Braeburn oder Jonagold gehören zu den Verkaufsschlagern. Sie werden so gezüchtet, dass sie massenhaft produziert werden können und resistent gegen Schädlinge sind, so dass für ihre Produktion am Ende weniger Pflanzenschutzmittel notwendig sind.

Von Nachteil sei diese Züchtung resistenter Sorten für den Verbraucher nicht, meint Agrarwissenschaftlerin Britta Klein vom aid Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: "Sie schränken lediglich unsere Geschmacksvielfalt ein, denn es gibt natürlich Tausende alte Sorten, die alle unterschiedlich schmecken."

Rotbackige Äpfel in den Verkaufsregalen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. "Die Farbe Rot setzt der Verbraucher mit Süße und Reife gleich, rote Äpfel sind beim Kunden weitaus beliebter als grüne", sagt Biologe Trierweiler. "Deshalb werden in jüngster Zeit mehr rote Mutanten von klassischen Apfelsorten herangezüchtet, beispielsweise der Jonagored als Mutant des Jonagold."