Hygiene Die sechs schmutzigsten Stellen im Büro

US-Wissenschaftler haben mehr als 5000 Oberflächen in Bürohäusern untersucht. Keime fanden sie in beträchtlichen Mengen - und an unerwarteten Plätzen.

Büroangestellte, die Toiletten und Waschbecken mit Misstrauen betrachten, sollten der Kaffeeküche mehr Respekt entgegenbringen. So lässt sich das Ergebnis einer Untersuchung zusammenfassen, die der Hersteller von Hygieneprodukten, Kimberly-Clark Professional, und die Universität Arizona durchgeführt haben.

Die Wissenschaftler hatten fast 5000 Oberflächen in verschiedenen Bürohäusern auf ihre Keimbelastung untersucht. In den Büros arbeiten Anwaltskanzleien, Versicherungsfirmen, Call Center und Unternehmen aus der Gesundheitsbranche.

Ganz oben auf der Liste der unhygienischsten Stellen stehen Wasserhähne in der Küche: 75 Prozent von ihnen wiesen eine gesundheitlich bedenkliche Keimkonzentration auf.

An 48 Prozent aller Mikrowellen-Türen stellten die Hygieniker ebenfalls eine hohe Belastung mit Mikroorganismen fest. Es folgen PC-Tastaturen, die zu 27 Prozent belastet waren, Kühlschrank-Griffe mit einem Verschmutzungsgrad von 26 Prozent sowie die Knöpfe von Wasserspendern und Snack-Automaten, von denen 23 und 21 Prozent bedenklich schmutzig waren.

Die Wissenschaftler empfehlen allen Büroangestellten eine gründliche Handhygiene, um Infektionsgefahren zu minimieren. Sie sind auch der Verwendung von Desinfektionsmitteln nicht abgeneigt. Die meisten deutschen Ärzte würden im Normalfall wohl nicht soweit gehen. Hierzulande lauten die Empfehlungen, sich die Hände lediglich gründlich zu waschen. Das gilt vor allem nach dem Aufenthalt an viel frequentierten Orten wie öffentlichen Verkehrsmitteln und vor jedem Umgang mit Lebensmitteln.