Es ist gar nicht so schwer: Mit Fondssparplänen kann jeder seine Rente sichern. Am wichtigsten ist es, konsequent zu bleiben.
Zeit ist Geld. Das wusste schon Benjamin Franklin. "Bedenke, dass Geld von einer fruchtbaren Natur ist", schrieb der amerikanische Politiker und Wissenschaftler vor rund 200 Jahren. "Geld kann Geld erzeugen, und die Sprösslinge können noch mehr erzeugen und so fort." Damit beschreibt Franklin ein Phänomen, das viele noch aus dem Mathematikunterricht in schlechter Erinnerung haben: den Zinseszins. Er ist das Geheimnis von Fondssparplänen. "Bereits mit geringen monatlichen Beträgen können Sparer über Jahre hinweg ein ansehnliches Vermögen aufbauen - wenn sie nur früh genug damit beginnen", sagt Wolfgang Mansfeld, Präsident des Fondsverbandes BVI.
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Je früher man mit dem Sparen anfängt, umso stärker wirkt der Zinseszins. (© Foto: dpa)
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Wunderformel Zinseszins
Selbst 30, 50 oder 100 Euro addieren sich, kontinuierlich zurückgelegt, über viele Jahre zu stattlichen Summen. Besonders eindrucksvoll ist das Ergebnis, wenn erwirtschaftete Erträge nicht ausgegeben, sondern wieder angelegt werden. So bringt eine einmal erzielte Rendite Jahr für Jahr immer wieder neue Erträge, und das Vermögen wächst ganz von alleine. Obwohl der Zinseszinseffekt jedem bekannt ist, wird seine Wirkung immer wieder unterschätzt. Wer in den vergangenen zehn Jahren Monat für Monat 100 Euro in einen durchschnittlichen deutschen Aktienfonds investiert hat, besaß am Ende 18.063 Euro - trotz des Kursdebakels nach dem Platzen der Internetblase. Sparer, die 30 Jahre durchgehalten haben, verfügen heute sogar über 202.844 Euro. Das zeigt: Je früher man mit dem Sparen anfängt, umso stärker wirkt der Zinseszins.
Nicht alle Eier in einen Korb legen
Mit Fondssparplänen lassen sich zwei zentrale Grundsätze der Geldanlage einfach umsetzen: Erstens gehören nicht alle Eier in einen Korb. Denn wenn er herunterfällt, sind alle kaputt. Anleger sollten in eine breite Palette von Aktien, Anleihen oder Immobilien investieren. Das ist mit Fonds ein Leichtes, weil viele Manager 100 und mehr Aktien in ihren Depots halten. So senken sie das Risiko, dass bei einem Kurseinbruch alles verloren ist. Und zweitens sollten Menschen, die fürs Alter vorsorgen wollen, möglichst regelmäßig anlegen.
Keine Angst vor Kurseinbrüchen
Für Anleger, die zur Jahrtausendwende einmal mit einer größeren Summe am Aktienmarkt einstiegen, hatten die zwischenzeitlich dramatischen Kursverluste verheerende Folgen. Anders für Anleger, die regelmäßig einen kleinen Betrag sparten. Das liegt am "Cost-Average-Effekt": Wer monatlich einen festen Betrag investiert, erwirbt an schlechten Börsentagen mehr Fondsanteile als an guten, so dass die Anteile zu einem günstigen Durchschnittspreis erworben werden. Sparpläne schneiden deshalb besser ab als Einmalanlagen - wenn Anleger nicht gerade am Ende der Sparphase von einem Börsenkrach überrascht werden.
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"Das liegt am "Cost-Average-Effekt": Wer monatlich einen festen Betrag investiert, erwirbt an schlechten Börsentagen mehr Fondsanteile als an guten, so dass die Anteile zu einem günstigen Durchschnittspreis erworben werden. "
Man kann natürlich die Unfähigkeit zu erkennen, in manchen Phasen besser nicht einzusteigen, auch schönreden
1a Milchmädchenrechnung. Geld arbeitet nicht, wer daran immer noch glaubt, bitte aufwachen.
Das Problem ist nämlich, dass der Guthabenzins in der Regel geringer als das prozentuale Wachstum der Geldmenge ist. Zum Beispiel wächst momentan die Geldmenge M3 im Euro-Raum jährlich um 11 Prozent, die Bank zahlt aber nur ca 3,5 Prozent Zinsen (zumindestens die bei der ich bin). Vom Zahlenwert her gesehen wächst mein Sparguthaben an, nur in Relation zur gesamten Geldmenge hat man einen immer kleineren Anteil am Gesamtvermögen.
Ansonsten empfehle ich Geduld, bald gibt es wieder Einstiegskurse, bei DAX-Ständen unter 3000 würde ich wieder einsteigen ...
Onkel S.