Umfrage zur finanziellen Lage Zufriedenheit der Deutschen auf "extrem hohen Niveau"

Wie steht es um die Deutschen und ihr Geld? Trotz Finanzkrise hat die Zufriedenheit der Deutschen mit ihrer finanziellen Lage deutlich zugenommen. Besonders glücklich ist übrigens die junge Generation. Aber: Auch die Zahl derer ist gestiegen, die ihre Lage als schlecht beurteilen.

Seit sechs Jahren nun wütet die Finanz- und Wirtschaftskrise - doch die Deutschen spüren nichts davon. Im Gegenteil: Viele sind mit ihren Finanzen deutlich zufriedener als vor der Krise.

Dem Vemögensbarometer 2013 des Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zufolge bewerten 57 Prozent der Befragten ihre finanzielle Lage als "gut" oder "sehr gut". "Das ist ein extrem hohes Niveau", sagte Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon.

2005 gaben der Studie zufolge nur 40 Prozent an, dass sie mit ihren materiellen Lebensumständen zufrieden seien. 32 Prozent beschrieben im aktuellen Barometer ihre Finanzlage mit "es geht", elf Prozent mit "eher schlecht" oder "schlecht" - das sind zwei Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr.

Als besonders zufrieden beschreibt sich im Barometer die junge Generation. 59 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nehmen demnach ihre finanzielle Lage als positiv wahr. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind es nur 54 Prozent.

Fast jeder vierte Deutsche ist der Umfrage zufolge optimistisch gestimmt und rechnet damit, dass sich seine finanzielle Lage in den kommenden zwei Jahre verbessern wird. 15 Prozent glauben hingegen, dass sie sich verschlechtern wird. Allerdings betrug dieser Anteil im vergangenen Jahr noch 30 Prozent.

Mehr ausgeben, weniger sparen

Das Vermögensbarometer thematisiert zudem, wie sich das niedrige Zinsniveau auf die Anlageentscheidungen der Sparer auswirkt. 45 Prozent der Befragten gaben an, die niedrigen Zinsen spielten für sie eine "wichtige" oder "sehr wichtige" Rolle. Zwölf Prozent sparen daher weniger, sieben Prozent legen mehr Geld zurück. "Von 100 Euro Nettoeinkommen werden nur noch 10,30 Euro zurückgelegt. Noch vor fünf Jahren waren es 11,50 Euro", sagte Fahrenschon. Die Deutschen setzen weniger auf Sparbücher, Sparkonten, Fest- und Termingeld sowie Kapital-Lebensversicherungen und festverzinsliche Anleihen, heißt es in der Umfrage.

Immobilien halten 50 Prozent der Befragten für eine ideale Möglichkeit, um Vermögen zu bilden, fünf Prozent mehr als noch 2012. 32 Prozent derjenigen, die gezielt nach Anlagealternativen suchen, halten Häuser und Wohnungen für "besser geeignet" als zuvor - "ein herausragend hoher Wert", befinden die Autoren des Barometers.

Freuen darf sich der Verband über das hohe Vertrauen der 2000 Befragten in die Sparkassen (61 Prozent). Zum Vergleich: In die Deutsche Bank beispielsweise haben demnach nur 21 Prozent der Befragten "sehr viel" oder "viel" Vertrauen. Außerdem ist es 85 Prozent der Befragen ein Anliegen, dass ihre Bank nicht nur auf die Maximierung der eigenen Gewinne zielt, sondern auch das Wohlergehen der Gesellschaft im Blick hat.

Gestiegen ist das Vertrauen in die Sicherheit der Spareinlagen. 83 Prozent der Befragten sind "ganz" oder "eingeschränkt" der Meinung, dass ihr Erspartes sicher sei. Nur 17 Prozent sind sich "nicht sicher".